Archiv der Kategorie: Reaktionäre Architektur

Postmoderne in Triest

Zu sagen, daß in Italien die Architektur der sogenannten Postmoderne ununterscheidbar von der Architektur des Faschismus ist, mag erst einmal wie eine Beleidigung klingen. Doch es ist etwas komplizierter, da zum einen in der Zeit des Faschismus auch gute, fortschrittliche Architektur entstand und zum anderen jemand es als etwas Positives auffassen könnte, daß die Architektur der Postmoderne überhaupt irgendetwas anderem ähnelt.

Als kurze Begriffsklärung: Mit Postmoderne ist hier eine kurzlebige, aber folgenreiche reaktionäre Architekturmode der Achtziger gemeint, die sich dadurch auszeichnete, in ironisch zitierender Weise überkommene architektonische Elemente wie Säulen oder Tempelgiebel aufzugreifen. Mit Architektur des Faschismus ist die Gesamtheit des Bauschaffens in der Zeit des italienischen Faschismus (1922-1943/45) gemeint, was von der faschistischen Architektur im engeren Sinne zu unterscheiden ist. Das Beispiel für die eingangs getane Aussage stammt aus dem Zentrum der nordostitalienischen Hafenstadt Trieste (Triest).

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Während der große, zum Meer geöffnete Piazza Unità d’Italia (Platz der Einheit Italiens) ein sehr österreichischer Ort ist, ein Ensemble monumentaler historistischer Bauten, eine Ringstraße am Mittelmeer wie Liberec gerne eine Ringstraße in den Bergen gehabt hätte, bemühte sich der Faschismus, nachdem Triest 1919 an Italien gekommen war, in den angrenzenden Straßen umso entschiedener, seine Vorstellungen von spezifisch italienischer Architektur zu verwirklichen, wozu 1938 sogar ein römisches Amphitheater teilweise wieder aufgebaut wurde.

Für das wirkliche Italien, die verwinkelten engen Gassen am Hang, interessierte er sich dabei wenig, im Gegenteil riß er alte Gebäude großflächig ab, um seine Vision zu verwirklichen. Meist ist das ein kahler Neoklassizismus mit viel glattem hellen Stein und einschüchternden Kolonnaden, der statt Ornamenten nur noch Monumentalität hat.

Manchmal gibt es jedoch auch fortschrittliche Elemente wie die in zwei Stufen zurückgesetzten und mit einer Art Penthouse endenden Dachterrassen des Generali-Gebäudes oder sogar insgesamt fortschrittliche Gebäude wie das zwölfgeschossige Wohnhochhaus neben dem Amphitheater. Auf einem einfachen steinverkleideten Sockel mit zwei Geschossen hat es eine rote Backsteinverkleidung mit horizontaler Riffellung und als Abschluß einen weißen Aufbau aus dünnen Stützen und Streben.

Links ist eine Ecke abgerundet, rechts, nun eckig, was den dort jeweils folgenden siebengeschossigen Bauteilen, mit denen es an die Nebengebäude anschließt, entspricht.

Hier ist diese Architektur von der gleichzeitigen in der Tschechoslowakei, Polen, Österreich oder Jugoslawien kaum zu unterscheiden. Daß es sich jeweils um Blockrandbebauung handelt, muß vielleicht gar nicht betont werden, neue Ideen von Stadt hatte der italienische Faschismus weder in den reaktionären noch den fortschrittlichen Ausprägungen seiner Architektur.

Insofern ist die Fassade an einer kleinen Straße direkt hinter dem Platz, der Via Punta del Forno, erst einmal wenig überraschend: fensterlos und hoch, im unteren Teil grauer Stein mit horizontalen Rillen, darüber ockerfarbener Putz. In der Mitte unten ein hoher Eingang mit zwei ebenfalls horizontal gerillten Säulen, die sich oben in Pilastern fortsetzen. Auch die Ecken sind bis oben durch Steinverkleidung besonders betont. Oben sind dann rechteckige Öffnungen und ein geschwungen überstehender Abschlußstreifen. Wiewohl jegliche explizit historistischen Formen fehlen, ist in dieser Fassade die ganze imaginierte Gewalt und Monumentalität eines römischen Tempels evoziert, alles, wie es dem Faschismus gefällt.

Doch an der rechten Seite merkt man, daß hinter der Fassade kein, oder jedenfalls nur ein sehr schmales Gebäude ist, das hinter ihrer Ecke ein abgerundetes Treppenhaus hat. Erst ein deutliches Stück zurückgesetzt in der abzweigenden Gasse, der Androna del Pozzo, beginnt das eigentliche Gebäude, vor dem zwei Teile stehen, die im Aufbau, insbesondere dem geschwungen überstehenden Abschluß, der beschriebenen Fassade entsprechen, aber etwas niedriger sind.

Vor dem ersten ist bis ins dritte Geschoß eine völlig andere Fassade mit Steinstruktur im dunkelgrauem Putz und regelmäßigen vertikalen Fenstern. Von ihr führen zwei quergesetzte Wände schräg hinab zum vorgesetzten Erdgeschoß, das bei entsprechender Gestaltung zwei große Fensterflächen mit flach rundbögigen Abschlüssen hat. Sie öffnen sich zu einem niedriger gelegenen Wiesenstück, das zur Gasse hin durch eine L-förmige niedrige Mauer mit grauer Steinverkleidung abgetrennt ist. Da auch die graue Fassade kaum merklich schräg zum ersten Teil steht, ragt sie im zweiten Geschoß rechts in ihn hinein und er legt sich mit vertikalen Öffnungen in angedeuteten Kolonnaden über sie.

Es ist dieser Teil, der so enorm an die Postmoderne erinnert. Genau so, in groben Zügen historische Formen zitierend und dann irgendwie schräg ineinanderschiebend, sind viele andere von dessen Gebäuden. Auch der kleine, völlig nutzlose Grünbereich, selbst nur ein schlechtes Zitat, paßt.

Daß der zweiteTeil vor den konventionellen Fenstern des eigentlichen Gebäudes wieder sehr schmal mit einem abgerundeten Treppenhaus endet, überrascht da kaum mehr.

Doch was ist in diesem Fall das eigentliche Gebäude? Wenn man von der anderen, der Eingangsfassade entgegengesetzten Seite schaut, sieht man auf dem schmalen Grundstück zwischen der schmalen Androna del Pozzo und der noch schmaleren Parallelstraße, der Via della Procureria,  bloß einen wenig auffälligen historistischen Bau, der klar in die österreichische Zeit gehört, über einem Portal steht die Jahreszahl 1804.

All die faschistischen/postmodernen Anbauten wirken nunmehr gleichsam potemkinsch. Zugleich wird auch das alte Gebäude zur Kulisse reduziert, wenn links der Eingangsfassade fast alle Fenster zugemauert sind.

Wieso wurde beim Umbau des Gebäudes nicht einfach die Fassade vereinheitlicht? Oder wieso sind nicht wenigstens die Anbauten in sich einheitlich und entschieden vom Älteren abgesetzt? Und was hat es mit der eingeschobenen dreiigeschossigen Fassade, die doch augenscheinlich nicht alt ist, auf sich? Der Postmoderne kann man solche Fragen nicht stellen, da sie alles zum bedeutungslosen oder bedeutungsgeladenen Zitatenspiel erklärt hat. Sie setzt weder das Alte fort, noch ist sie etwas wirklich eigenes, sie ist weder respektvoll, noch selbstbewußt, sie ist bloß mit voller Absicht vage und unentschlossen. Wäre dies nicht Italien, so wäre völlig klar, daß es sich um postmoderne Architektur handeln muß. Hier aber kann die in Materialien und Formen fast ununterscheidbare faschistische Architektur ringsum einen zweifeln lassen und es braucht Recherche, um schließlich festzustellen: das Gebäude wurde unter Benutzung von Älterem als Archivio Generale del Comune di Trieste (Hauptarchiv der Gemeinde Triest) erbaut und zwar im Jahre 2003. Wie jede Architekturmode lebte auch die Postmoderne lange nach ihrem angeblichen Tod weiter.

Ob beleidigend oder nicht, die eingangs genannte Ununterscheidbarkeit ist eine Tatsache. Aber schlimm ist nicht, daß die Postmoderne so nah an der Architektur des Faschismus ist, sondern, daß sie so nah an deren reaktionären oder schlichtweg lächerlichen Aspekten ist. Reaktionär wäre die Postmoderne auch ohne den Vergleich und daß jede Beleidigung zutrifft, das zeigt jedes ihrer Gebäude.

Erkundungen auf Friedhöfen: Das A und Ω des Graffiti

Auf einem der Friedhöfe der Jerusalems- und Neuen Kirche am Halleschen Tor in Berlin findet sich die Gruft der Familie Prächtel, die schön zeigt, was in Preußen so gebaut wurde, als anderswo der Jugendstil herrschte und schon manchmal über ihn hinausgegangen wurde. Der ganze Bau von 1904 besteht aus rauhen grauschwarzen Steinquadern und ist vertikal strukturiert. Um den Eingang sind glatte grauschwarze Streben mit angedeuteten Kapitellen, die nach oben hin näher aneinanderrücken und einen dreieckig endenden Steinblock tragen. Das Dach steht deutlich über und oben ragen zwei Zapfenornamente aus ihm, bevor es als Stufenpyramide ansteigt und in etwas endet, das gut als Altar für Menschenopfer dienen könnte. Nie war der Tod tödlicher als in dieser präfaschistischen Todesarchitektur und man muß froh sein, daß die schweren dunklen Pforten ins Gruftinnere verschlossen bleiben.

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Bloß in zwei quadratischen Feldern oben an der Vorderseite sind zwei Mosaike, die auf braungoldenem Grund in grünen Kränzen ein A und ein Ω in Blau zeigen. Auf dem linken Kranz, um den sich ein blaßlila Band windet, sind weiße Rosenblüten und auf dem rechten, der ein lila-weißes Band hat, kleine lila Beeren. Diese Mosaike bringen etwas Zartheit und Licht in das aggressive und dunkle Gebäude.

Passenderweise sind es genau die Farben der Mosaike – Weiß, Grün, etwas Blau und Braungold – die im Spätsommer 2019 auch das Graffiti an der rechten Seite hat. Es sind nur vermischte, scheinbar beliebig von der Friedhofsmauer aus gesprühte Tags, aber sie sind genau wie die Mosaike und auf derselben Höhe in einem vertieften Feld zwischen den dunklen Steinen angeordnet, so daß sie ihnen ganz entsprechen.

Ob Zufall oder nicht, für die Gruft sind Mosaik und Graffiti ähnlich wichtig und es ist auch wirklich nicht zu sagen, was davon das wertvollere Kunstwerk ist, wobei das nicht als großes Lob für eines von beiden mißzuverstehen ist.

Forum Gdańsk

Daß Wichtigste an Gdańsks neustem und größtem Einkaufszentrum kann man auch am leichtesten übersehen: es wurde über die Gleisanlagen unweit des Hauptbahnhofs gebaut. Schon allein deshalb verdient es Beachtung.

Was die Formen der verschiedenen Bauteile angeht, ist Forum Gdańsk gänzlich reaktionär. Wiewohl alle zugleich erbaut worden, lügen sie eine Vielfalt vor. Rechts vorne die Kunszt Wodny (Wasserkunst) mit dunkelgrauer Metallverkleidung, großen Fensterflächen, einem spitz zur Straße weisenden Teil, noch das hübscheste Gebäude und gegenwärtig leerstehend oder noch nicht fertig, vielleicht beides.

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Links vorne ein hoher verglaster Bau, der in den Linien im Glas und der vieleckigen Form des grauen Dachs Asymmetrien vortäuscht. Dahinter dann billigste neohistoristische Dinge in Backstein und Glas, wie sie in den letzten zwanzig Jahren in Deutschland überall gebaut wurden. Irgendwo auch nachgeahmte Satteldächer. Dazwischen ein Backsteinbau aus der Kaiserzeit, da Gebäude wie dieses immer gerne als Beispiel des Alten erhalten werden, ohne daß sie es irgendwie verdient hätten.

Weit besser ist der zwischen all dieser architektonischen Nichtigkeit entstehende Raum, denn Forum Gdańsk liegt direkt gegenüber dem alten Stadtkern, bloß eine, allerdings vielspurige Straße, trennt es von dem Brama Wyżynna (Hohen Tor). Von dort kommt man durch eine schon vorher bestehende und nur umdekorierten Unterführung erst auf einen kleinen tiefergelegten Platzteil und dann über eine breite Treppenanlage weiter links auf den größeren ebenerdigen Platzteil.

Dieser ist groß und frei, mag ohne Menschen auch bloß trostlos und leer wirken, aber er ist zur alten Stadt geöffnet und das genügt.

Der Blick auf die Tore und Türme von Gdańsk ist großartig und kann nur großartig sein. Die nichtige Architektur um einen ist leicht vergessen, wenn man aus ihr auf das wiedererbaute architektonische Erbe vieler Jahrhunderte schauen kann.

Das Forum Gdańsk hätte sich wirklich bemühen müssen, um in dieser Nachbarschaft nicht einen einigermaßen gelungenen Platz zu schaffen. Als Ausdruck dieses Bemühens hängte es an den asymmetrisch verglasten Bauteil einen riesigen irgendwie stilisierten, aber dennoch bedrohlichen Löwen aus braunem Blech. Mittlerweile haben auf seinem rostigen Haupt immerhin Tauben einen Nistplatz gefunden.

Grundsätzlich weiß das Forum aber offenbar, daß es viel mehr als den Blick aufs Alte nicht bieten kann und fügte in die Treppen größere holzverkleidete Stufen als Sitzbereiche ein. Man sitzt dort wie in einem Theater mit Blick auf die Kulisse von Gdańsk und das durch den unteren Platz fließende Leben.

Sogleich wurden diese Sitzplätze der beliebteste Ort des Forums. Daran sieht man zugleich, daß es zu wenige solcher Orte gibt und man ahnt, wie eine fortschrittliche Gestaltung dieses Raums hätte aussehen können.

Quer durch den oberen Platzteil fließt in einer Senke der Kanał Raduni (Radunia-Kanal), den an dieser Stelle wieder sichtbar zu machen die große, und ja nicht schlechte Idee von Forum Gdańsk ist. Auf ihn bezieht sich die Kunszt Wodny rechts, unter der er hindurchfließt, und er fließt auch schon durch das eigentliche Einkaufszentrum weiter links.

Dessen zentraler Teil ist architektonisch ziemlich schlicht, nicht mehr als ein weites gläsernes Dach und zwei gläserne Wände zwischen den anderen Bauten der linken Platzseite. Sein Inneres wirkt wie ein Außenraum und ist auch so gedacht. An Stahlelementen aufgehängte Brücken spannen sich darüber und einige große Balkone, auch manche mit silbrig verkleideten Unterseiten, hängen hinein.

Unten in der Mitte fließt der Kanal und wird das vielleicht irgendwann auch sichtbar tun; gegenwärtig ist er verdeckt und daß die Gestaltung der Bedeckung bereits variiert wurde, deutet wohl darauf hin, daß das noch länger so bleiben wird. Seine nächste Umgebung ist als nachgeahmter Stadtraum gestaltet, es gibt Straßenlaternen, Kopfsteinpflaster und auch eine Brücke, die so tut, als wäre sie aus Backstein. So lächerlich und billig vieles hier ist, der eigentliche Raum ist in seiner Größe und Offenheit durchaus angenehm und besser als in den allermeisten anderen Einkaufszentren. Es ist sogar leicht, zu vergessen, daß man in einem Einkaufszentrum ist, was das Potential dieser Gebäudeform zeigt.

Der nach links entlang der Straße verlaufende Bereich des Forums Gdańsk schließlich wurde als eine Art künstlicher Hügel gestaltet.

Zwischen schrägen Beeten führen lange Treppe zu einer Terrassenebene, die mit dem obersten, dem Food Court- und Kinoeingangsbereich des Einkaufszentrums verbunden ist. Von hier nun hat man einen ganz neuen Blick auf Gdańsk. Hier sieht man nicht mehr nur wie vom Platz unten die Altstadt, sondern weit darüber hinaus.

In mittlerer Entfernung beim Bahnhof die Hochhäuser und direkt vor einem die Straße, die aus dieser Perspektive nicht mehr bloß ärgerliches Hindernis, sondern mit der geschwungen um die Ecke führenden Brücke und dem Tunnel als wichtiges Verkehrsbauwerk zu erkennen ist.

Hier benutzt das Forum nicht bloß die Nähe der Altstadt, sondern schafft einen ganz eigenen Raum, den es vorher nicht gab.

Fast unnötig zu erwähnen, daß keiner der drei beschriebenen Teile von Forum Gdańsk – Hügel, Innenraum, Platz – ein wirklich öffentlicher Raum ist. Die Treppen zur Terrasse können abgesperrt werden, der verglaste Innenraum ist eben doch der eines Einkaufszentrum und auch auf dem Platz mit Altstadtblick, der immer zugänglich ist, hat die private Betreiberfirma Hausrecht.

Doch all das, all das Abwägen positiver und negativer Aspekte, ist letztlich egal, weil das Forum Gdańsk nicht das leistet, was ob seiner Lage seine entscheidende Leistung sein müßte: vorher getrennte Teile der Stadt auf neue Arten zu verbinden. Die Voraussetzungen wären da, schließlich ist es über die Gleise gebaut, was bereits in Deutschland, wo es schwer genug ist, auch nur Bahnhöfe über Gleise zu bauen, kaum denkbar ist. Daß es die Straße zur Altstadt nicht überbrückt, nicht einmal die Unterführung verändert, kann man ihm verzeihen und auch noch, daß die Unterführung zum SKM-Bahnhof Śródmieście rechts der gesamten Anlage lang und ohne guten Zugang ist. Aber auf die Verbindung zu den Bereichen jenseits der überbauten Gleise käme es an. Vom Platz aus führt sogar eine Treppe geradeaus und weiter ein Weg. Doch  nach links blickt man über ein kieselbedecktes Dach, unter dem die Gleise sind.

Aus bizarren Gründen ist gerade hier weder ein Weg noch ein Gebäude. Dann endet der Weg abrupt an der nächsten Straße und Treppen führen seitlich hinab auf den Gehsteig. Nicht einmal eine Ampel leitet in direkter Fortsetzung über die Straße.

Die eigentlich so nahen Bereiche bleiben so fern wie eh. Ihnen wendet Forum Gdańsk bloß sein Parkhaus oder andere Wände zu. Von hier aus gesehen ist es eine Mauer zur Altstadt und der schlecht zu erreichende Weg wie ein Hohn.

Trotz all seinem Potential scheiterte Forum Gdańsk dort, wo es wichtig wäre. So groß es ist, so gut seine Lage, es bleibt eben ein Stück kapitalistischer Architektur, das die Stadt weder grundsätzlich verändert noch verändern kann.

Palas

Wer das heutige Iași sehen will, muß bloß Palas besuchen. Palas ist ein Einkaufs- und Bürozentrum, aber keines, wie man es erwartet. Es hat die üblichen Geschäfte, einen großen Food Court über einem großen Auchan-Supermarkt, einige mittelhohe Bürogebäude, ein Bürohochhaus, das wie ein Wohnhochhaus aussieht, und ein Hotelhochhaus.

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Außer dem Hotel, das in seinem billigen Historismus an amerikanische Provinzhochhäuser vor hundert Jahren erinnert, ist die Architektur mit viel braunverspiegeltem Glas, braunem und hellem Stein und brauner glatter Verkleidung auf dem üblichen internationalen Standard für solche  Architektur.

Der interessanteste Teil ist eine große Halle mit weitem Dach aus weißen Metallstreben, an deren Seiten drei Geschosse in Terrassenstufen ansteigen. Wie um die Leichtigkeit und Eleganz der Konstruktion auszugleichen, sind die einzigen Stützen in der Mitte mit grauem Stein möglichst wuchtig und monumental gestaltet.

Doch das Besondere an Palas ist nichts von alledem, sondern einzig die Tatsache, daß es sich in vager Hufeisenform um den Park des Schlosses von Iași legt. Alles an ihm ist auf diesen Freiraum und den riesigen neogotischen Bau des Schlosses selbst, der oberhalb des terrassierten Hangs steht, ausgerichtet.

Zwischen dem Einkaufszentrum und dem Park stehen weiterhin stark verglaste zweigeschossige Pavillons mit Cafés, Restaurants und Bars. Der Pavillon eines Restaurants namens „Platz Bierhaus” hat Tische auch in einer Laube im Parkteich, in dem selbstverständlich eine Fontäne ist.

Anderswo gibt es Trampoline und Karussells für Kinder. Über all dem steht das Schloß, das mit der vor seiner Mitte den Hang herabführenden Treppen- und Brunnenanlage ein perfektes Selfiemotiv bietet. Der gesamte Park bis kurz vor dem Schloß ist wohlgemerkt kein öffentlicher Ort, sondern als Teil von Palas im Privatbesitz.

Es läßt sich nicht einmal sagen, daß Palas ein schlechter Ort ist, eher ist es einer, der staunen und recht eigentlich schwindelig macht. Palas, das ist der gegenwärtige Kapitalismus komprimiert in einen städtischen Raum. Es ist damit in mancher Hinsicht ein perfekter Ort.

Die reaktionäre historistische Architektur des 1926 fertiggestellten Schlosses, das schon lange Palatul Culturii (Kulturpalast) mit mehreren Museen und heute so renoviert ist, daß von einer „Patina des Alters” (Piltz) nichts mehr bleibt, paßt gut zum Bedürfnis nach photogenem Kitsch. Palas war klug genug, sich selbst architektonisch zurückzuhalten und die Formen des Schlosses nicht etwa nachzuahmen. Um den privaten Park ist kein Zaun und es gibt sehr viele Bänke und frei zu betretende Wiesen, die öffentlichen Raum simulieren. Sie tun das sogar mit gewissem Erfolg, doch wo auch immer man ist, ist da von etwas zu viel. Verschiedene Musik aus mindestens zwei, drei Quellen vermischt sich zu einer Kakophonie, wenn man nicht in einem der Cafés etc. sitzt. Das Licht nachts ist grell und läßt alles noch surrealer wirken. Überall sind so viele Menschen, daß es immer auf unklare Art voll wirkt, ohne daß man meist eine Menge wahrnimmt. Ein umfangreiches Verbotsschild macht stets deutlich, daß man hier nur zu Gast ist, aber die Verbote werden gegenwärtig offenbar nicht im geringsten durchgesetzt.

Zu dem zahlenden Publikum in den Bars etc. kommen daher immer noch viele andere Menschen. Links des Schlosses etwa haben die Skater ihren Platz. Und es gibt sogar erstaunlich dunkle Stellen mit Bänken, wo Pärchen andere für Palas schwer direkt zu monetisierende Dinge machen können.

Aber nein, ein schlechter Ort ist Palas nicht. Wenn auch das Schloß eine traurige Monstrosität ist, so ist das Grün des Parks wertvoll und es wird durch grüne Dachterrassen auf manchen der Pavillons noch erweitert. Erst an den Rändern, sozusagen auf der Rückseite von Palas wird die absichtliche Unzulänglichkeit dieser Architektur völlig deutlich. Während innen im Park alles offen und autofrei ist, hat man sich hier durch ein Gewirr von Zufahrtsstraßen und Tiefgarageneinfahrten zu kämpfen.

Sicher, eine Mauer wäre schlimmer, aber vermeidbare Hindernisse bedeuten doch eine Erniedrigung, was nun wieder paßt, da diese für die Angestellten in den auf frankophone Märkte ausgerichteten Outsourcingfirmen von Palas und für jeden in einer kapitalistischen Gesellschaft eine tägliche Erfahrung ist.

„Inima orașului“ (Das Herz der Stadt) lautet der Slogan von Palas und wenn das stimmte, wäre die Stadt eine Art Zombie oder Cyborg. Aber es stimmt nicht und obwohl es Schlimmeres gibt als Palas, ist Iași glücklicherweise weit mehr, noch immer und trotz alledem.

Ein Albtraum von Gotenhafen

Wenn man in Gdynia den Hauptbahnhof hinter sich läßt und mit der SKM (Stadtschnellbahn) weiter nach Norden fährt, sieht man rechts die weite Industrielandschaft des Hafens und links vermischte Bebauung vor den Hügeln. Doch plötzlich taucht darin ein Monster auf.

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Es ist ein Gebäude so böse, daß es alles andere überdeckt. Schon höher am Hang, durch einen weiten kahlen Vorbereich von der großen Morska (Meeresstraße) getrennt, steht es da. Besonders groß ist es den bloßen Daten nach nicht einmal: der Hauptteil hat fünf Geschosse, wobei das unterste halb unterirdisch ist, und dahinter ist in der Mitte ein noch einmal zwei Geschosse höherer Teil. Aber es will groß sein und alles um sich herum kleinmachen. Die vertikalen Linien der Fenster der vier unteren Geschosse sowie der Putzflächen zwischen ihnen werden von den schmalen vertikalen Ritzen des fünften Geschosses vom bloß Monumentalen ins Monströse verstärkt. Wie Schießscharten oder Pechnasen mittelalterlicher Burgen drohen sie der Umgebung entgegen.

In der Mitte ist der Eingangstrakt deutlich vorgesetzt und ein riesiger tiefer Rundbogen mit vertikalem Streben erstreckt sich über die ersten vier Geschosse. Oben sind wieder die Schießscharten und das noch weiter als sonst schon überstehende Dach, dessen Wirkung durch antikisierende Kranzgesimse noch verstärkt wird.

Dieses durch und durch reaktionäre Gebäude baute sich im Jahre 1929 das Instytut Handlu Morskiego (Institut für Seehandel). Wie eine feindliche Zwingburg sitzt es über dem Hafen, der einem zu Füßen liegt, wenn man aus seinen Fenstern blickt oder aus seiner Tür tritt. Dort die modernste Technik, die zu klarsten Formen zwingt, hier eine unsäglich rückwärtsgewandte Architektur.

Doch diese Verbindung war in der Zwischenkriegszeit nichts Besonderes. Architektur galt noch immer weithin als etwas, das würdevoll und schmückend der Technik entgegengesetzt sein müßte. Reaktionäre Architektur wie diese in Gdynia entstand in den Zwanzigern überall, ob nun in bürgerlich-demokratischen Staaten wie der Tschechoslowakei oder Deutschland, im faschistischen Italien oder eben in einer Quasi-Diktatur wie Polen. Politische Schlüsse lasen sich daraus also nicht ziehen, aber es genügt ein einziger Blick auf das Instytut Handlu Morskiego, um zu spüren, wie wohl sich in ihm nach 1939 die neuen deutschen Herren der Stadt, die sie in Gotenhafen umtauften, gefühlt haben müssen. Denn in dieser Architektur war schon viel von Gotenhafen angelegt, bevor irgendwem dieser perverse Name eingefallen wäre.

Gdynia selbst war 1939 bereits viel weiter, war es auch 1929 eigentlich schon gewesen. Trotz all ihren Mängeln sind die übrigen Teile der Stadt glücklicherweise viel näher an der Klarheit des Hafens als an der Menschenfeindlichkeit des Seehandelsinstituts.

Oliwa auf dem Lidlparkplatz

An der Aleja Grunwaldzka (Grunwaldallee) im Gdańsker Stadtteil Oliwa, gegenüber vom Straßenbahnwendekreis, wurde vor einer Weile ein neues Gebäude errichtet. Es hat eine Verkleidung aus Kunststoffplatten in Grau-, Beige- und Weißtönen, als wolle es nur ja nicht auffallen, und einige spitze Dreiecksgiebel, als wolle es Bezug auf irgendetwas Historisches nehmen.

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Bloß ist nicht klar, was dieser Bezugspunkt sein sollte. Schmale Häuser mit spitzen Giebeln gibt es im Zentrum von Gdańsk, doch das ist acht Kilometer entfernt und alle älteren Gebäude der Umgebung sind vom Historismus der Kaiserzeit geprägt. Man kann nicht einmal sagen, daß dieses neue Gebäude also Nachahmungen nachahme, denn die Mietshäuser an der Grunwaldzka haben keinerlei lokalen Bezug, sondern unterscheiden sich nicht von dem, was zeitgleich anderswo in Deutschland gebaut wurde.

Gut kann man das an den großformatigen Schwarzweißphotos, die im Vorbereich des Lidl-Supermarkts im Erdgeschoß hängen, sehen.

Sie zeigen alte Straßenszenen, die überall entstanden sein könnten und nichts spezifisch mit Gdańsk oder Oliwa, damals Danzig und Oliva, zu tun haben. Sogar die Nepomuksäule vor einem nahen Gebäude war damals von Bäumen verdeckt, was Zufall oder aber antikatholische preußische Maßnahme gewesen sein mag.

Dadurch paßt das neue Giebelgebäude auf traurige Weise doch wieder, denn genauso wie seine älteren Nachbarn könnte es überall in Europa gebaut werden und einen Bezug auf etwas Historisches behaupten. Zum umgebenden Historismus ist es der Neohistorismus.

Und wo hinter einem alten preußischen Gebäude ein Hinterhof wäre, ist hinter diesem der Parkplatz von Lidl. Auf dessen großen umzäunten Fläche ist man inmitten von freistehenden Mietshäusern, wie sie alle Seitenstraßen in Oliwa prägen.

Diese ursprünglich bürgerlichen Gebäude, die so tun, als seien sie Villen, bekamen durch die Umwälzungen des Sozialismus und des Wechsels von deutscher zu polnischer Bevölkerung eine gemischtere Bewohnerschaft. Ihre Gärten grenzen direkt an den hohen Zaun, so daß man die ungewöhnliche Möglichkeit hat, sie nicht bloß von der Straßenseite zu sehen. Betreten jedoch kann man sie so wenig wie die Bewohner den direkten Weg zu Lidl nehmen können. Hierin zeigt sich die gegenwärtige kapitalistische Architektur noch etwas perfider als die preußische, da ein Hinterhof zwangsläufig abgeschlossen ist, der Zaun aber eine ganz willkürliche und bösartige Absperrung möglicher Wege und Verbindungen ist.

Während vor hundertfünf Jahren der Weg des städtebaulichen Fortschritts noch verschlossen scheinen konnte, liegt er heute auf dem Lidlparkplatz offen da.

Die Verhöhnung der Zaaner Architektur

In Zaandam, dem größten Ort an der Zaan nördlich von Amsterdam, kann man wie beschrieben noch einige Beispiele der traditionellen Architektur dieser Gegend, kleine Häuschen mit grünen Holzgiebeln, sehen.

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Aber genausogut kann man sie übersehen, da es in diesem industrialisiertesten und städtischsten Teil der Zaanstreek (Zaangegend) auch vieles andere gibt. Was man dafür auf jeden Fall bemerken wird, wenn man einmal im Zentrum von Zaandam war oder auch nur im Zug daran vorbeifuhr, ist die Verhöhnung dieser Architektur.

Entlang der Bahnstrecke, direkt neben dem Bahnhof stehen drei riesige grüngieblige Zaaner Häuser. Die Formen sind jeweils unterschiedlich abstrahiert, aber die Farbe und die Dreiecksgiebel lassen keinen Zweifel daran, was hier gemeint ist. Aber es sind keine traditionellen Zaaner Häuser, es sind die Quertrakte eines achtgeschossigen Verwaltungsgebäudes, zwischen dessen Stützen ein Busbahnhof ist.

Wenn man den Bahnhof verläßt, tritt man auf eine kleine Straße voller Zaaner Häuschen, typisch zweigeschossig, mit Holz und Giebelchen. Die Straße verläuft leicht gebogen und abschüssig, rechts ist ein schmaler Wasserlauf.

Aber es ist keine kleine Straße mit Zaaner Häuschen, es ist eine Terrassenebene mit Ladenzeilen über einer großen Straße.

Am Ende der Straße sind rechts viele Zaaner Häuschen übereinandergestapelt. Manche ragen etwas hervor, manche sind ineinander gesetzt, die Giebelchen sind jeweils unterschiedlich, von den einfachsten aus dem 17. Jahrhundert über barocke und klassizistische findet man alle Varianten. Aber es sind keine übereinandergestapelten Zaaner Häuschen, es ist ein zwölfgeschossiges Hotelhochhaus.

Wurden zuvor die Formen der Architektur an der Zaan aufgegriffen oder originalgetreu nachgeahmt, so werden hier die einzelnen Häuschen selbst zu Dekorationselementen eines anderen Gebäudes.

Danach beruhigt sich die Ornamentik etwas. Die Terrassenebene führt noch immer leicht abschüssig über ein Wasserbassin. Seitlich rechts noch weitere einfache grüne Dreiecksgiebel und im Hintergrund ein weiteres Hochhaus, das mit angedeuteten Treppengiebeln in angedeutetem Backstein gerade nicht Zaaner, sondern anderweitig niederländische Formen müde nachahmt. Das ockerfarbene Kino rechts und das weiße Wohngebäude links könnten dann auch überall anders sein.

Die Terrassenebene verläuft zwischen ihnen beidseits eines aus dem Bassin entspringenden Kanals. Zu ihr und zum Ufer öffnen sich aus den rahmenden Gebäuden Geschäfte. Links führt die Terrassenebene schließlich als sanfte Rampe auf die ebene Erde herab, während sie rechts vorher endet.

Hier beginnt die Haupteinkaufsstraße von Zaandam, die Gedempte Gracht. Der Straßenname wäre etwa mit Aufgefüllter Kanal zu übersetzen, doch in der Mitte verläuft vielfach überbrückt weiter der genannte Kanal, der, 1858 zugeschüttet, 2011 neu angelegt wurde. Nicht nur die Gebäude, auch der städtische Raum selbst ahmen vergangene Zeiten nach.

Die Bebauung der Straße ist niedrig und vermischt, nicht anders als in anderen niederländischen Städten.

Auf der rechten Seite hat sich ein einziges traditionelles Zaaner Haus aus dem 18. Jahrhundert erhalten. Nachahmungen aber stehen als Imbißpavillons in der Mitte der Straße und einige Geschäfte, etwa C&A, haben Fassaden in monströs vergrößerten Zaaner Formen.

Vor allem weiterem, was zum Zentrum von Zaandam zu sagen ist, muß eingestanden sein: Es ist etwas Besonderes. Es ist etwas Auffälliges. Es ist etwas, das man nur im Vorbeifahren gesehen haben muß, um nicht glauben zu können, daß es so etwas gibt. Dieser seit 2003 umgesetze Bebauungsplan mit dem Namen „Inverdan“  hat eine Idee und eine Stringenz. Gleich darauf muß aber gesagt sein: Es ist lächerlich. Es ist eine Verirrung. Es ist reaktionär. Wie „inverdan“  ein altes Wort des Zaaner Dialekts mit der Bedeutung „von der Bebauung zurückgesetzt“ ist, so ist der so benannte Plan ein Schritt zurück. Ein solcher Bezug auf traditionelle Architektur der Region ehrt sie nicht, sondern verhöhnt sie. Gewiß waren auch die echten Zaaner Häuschen potemkinsch und etwas lächerlich, aber sie waren zugleich Ausdruck einer volkstümlichen Kreativität. Sie hatten einen Sinn. Die Fassaden eines Verwaltungsgebäudes, einer Ladenzeile, eines Hotels, eines Kaufhauses als Zaaner Häuschen zu verkleiden, ist bloß beliebig, egal, ob es in Zaandam oder wo auch immer geschieht.

Anhaben kann die Verhöhnung der Zaaner Architektur wenig. Der beste Weg durch die Zaanstreek verläuft daher entgegen den amsterdamzentrischen Touristenrouten von Norden entlang der Westseite der Zaan nach Zaandam. Nachdem man die echten Zaaner Häuschen gesehen hat, kann man sie am Bahnhof in Form des bizarren Hotelhochhauses in- und aufeinandergestapelt sehen. Die verhöhnende Architektur des Zentrums von Zaandam entlarvt sich so im besten Falle selbst.

Trotz alldem kann man das Zentrum nicht einfach abtun. Unabhängig von den gewählten Dekorationsformen ist es ein durchaus gelungener städtischer Raum.

Man kann dort sogar Anklänge an einige der besten fortschrittlichen Komplexe finden. Zwei Einkaufsebenen unter freiem Himmel, dahinter Wohnbebauung – was ist das anderes als das Frankfurter Nordwestzentrum? Ein großer Teich, ein Wasserfall neben einer Rolltreppe – was ist das anderes als der Londoner Barbican?

Ein Busbahnhof unter einem aufgestützten Gebäude, überbrückte Straßen, Trennung von Fußgänger- und Fahrzeugverkehr – alles fortschrittliche Aspekte. Gewiß wären mehr nichtkommerzielle Freiräume und bessere Wege in die Umgebung wünschenswert, aber als Tor in die Stadt, als Verbindung zwischen Bahnhof und Einkaufsstraße, ist das nicht schlecht.

Unter den reaktionären Formen versteckt sich in Zaandam ein recht fortschrittlicher Raum. Das entschuldigt diese Formen nicht, zeigt aber, daß man hinter sie schauen muß. Das hat das Zaandamer Zentrum dann wieder mit den Zaaner Häuschen gemein. Doch während die sich auf originelle Weise versteckten, weil sie eben nichts anderes hatten, ist es bedauerlich, daß unsere Zeit, die so viel hat, glaubt, sich verstecken zu müssen.