Archiv der Kategorie: Malmö

Erkundungen auf Friedhöfen: Muslimische Gräbervielfalt in Malmö

Zum Malmöer Immigrantenstadtteil Rosengård gehört auch der Östra kyrkogården (Ostfriedhof). Neben einem großen christlichen, das heißt protestantischen, Teil hat er auch einen kleinen jüdischen und einen etwas größeren und wachsenden muslimischen Teil.

Dieser ist der jüngste Teil, die ersten Gräber sind aus den Siebzigern, und wirkt auch unfertiger, provisorischer als anderen. Das liegt wohl daran, daß er nicht wie diese allseits von Bäumen oder Hecken umschlossen ist, sondern zu umliegenden öden Wiesen und der dahinter aufragenden Wohnbebauung geöffnet ist.

Die Gräber sind sehr unterschiedlich. Es gibt bosnische Gräber mit kitschig realistischen eingravierten Porträts,

albanische Gräber in stilisierten Moscheeformen,

türkische Gräber mit türkischen Flaggen

und Gräber mit arabischen oder persischen Aufschriften wie folgendes irakische.

Manche Steine sind nur schwedisch, manche zweisprachig, manche nur in anderen Sprachen beschriftet. Manchen fehlt jeder Hinweis auf Religiöses, manche haben Hinweise auf die erste Sure des Korans الفاتحة/fatiha.

Was hier auffällt, ist, daß es so etwas wie das typische muslimische Grab nicht gibt. Wie auch? Auch ein christliches Grab sieht in Schweden schließlich anders aus als in Deutschland und dort wieder anders als in Polen oder Italien. Bestattungskultur ist regional, bestenfalls national. Religion ist dabei zweitrangig. So sehen die bosnischen Gräber in Malmö den serbischen in Wien sehr ähnlich und deuten auf gesamtjugoslawische Moden hin. Diese Vielfalt hat etwas Beruhigendes. Und sie ist bedroht.

Denn der Friedhof hat auch eine Ecke, wo nur einfache niedrige Holzschilder im Boden stecken oder sogar nur Plastikschilder mit Nummern.

Dort liegen die Extremisten sunnitischer Couleur, die Wahhabiten von der arabischen Halbinsel und die Deobandis vom indischen Subkontinent, denen schon Namen auf Gräbern der Anfang von Heiligen- oder Götzenverehrung ist, die sie hassen. Einzig der schwedischen Ordentlichkeit verdankt es sich, daß man die Gräber überhaupt als solche erkennt. Auf dem Friedhof ist dieser Islam, der zurecht behauptet näher an den Ursprüngen zu sein und regionale Varianten ablehnt, glücklicherweise noch in der Minderheit. Lehrreich wäre ein Besuch dieses Friedhofs daher für all diejenigen, die in mal wohlwollendem, mal übelwollenden Rassismus denken, alle Muslime seien gleich und müßten irgendwelche religiöse Vorschriften beachten. Er zeigt die bedrohte Vielfalt des Islam.

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Malmöer Wohngebiete: Rosengård

Rosengård ist anders. Der Unterschied zu den anderen Wohngebieten in Malmö ist jedoch kein architektonischer oder städtebaulicher. Im Südosten der Stadt gelegen, ist es ihr mit Abstand größtes Wohngebiet. Es setzt es sich zusammen aus verschiedenen Teilen von der Größe anderer Wohngebiete, die durch tiefergeführte Erschließungsstraßen getrennt und durch ein Netz von Fußgängerbrücken verbunden sind.

BrückenRosengårdMalmö

Ganz wie Rosengård, übersetzt Rosenhof, tragen auch die Teilgebiete wohlklingende Namen. Am Rande sind Schulen und Sportanlagen, in der Mitte ist das Centrum. Dieses Rosengård Centrum ist über die hier zur Stadtautobahn gewordene Amiralsgatan (Admiralsstraße), die von der Innenstadt hineinführt, gebaut.

RosengårdCentrumMalmö

Die Bebauung in den einzelnen Teilen von Rosengård ähnelt der in anderen Wohngebieten wie Kulladal: dreigeschossige offene Hofanlagen im langweiligen Kontrast zu aufgereihten höheren Gebäuden mit etwa acht bis zehn Geschossen, immer alles in rechten Winkeln zueinander, leichte Variationen in den Fassaden, die teils späteren Veränderungen geschuldet sind. Keine Punkthochhäuser, da es die nur in Högaholm gibt. Einzig der Teil ganz im Osten, Kryddgården (Kräuterhof), durchbricht dieses Schema deutlich.

KryddgårdenInreRingvägenRosengårdMalmö

Hier erstrecken sich zwei sehr lange Neungeschosser entlang der Stadtautobahn Inre Ringvägen (Innerer Ringweg). Schräg dazu stehen einige Sechsgeschosser um einen offenen Bereich, in dem die obligatorischen Dreigeschosser kaum auffallen.

KryddgårdenWieseRosengårdMalmö

Bei den langen Gebäuden sieht man noch die vom Grau der Großplatten und den Fensteröffnungen bestimmte Autobahnseite, die aus Balkonen bestehende Wohngebietsseite und die höhergeführten Aufzugstrakte, während die niedrigeren Gebäude auf teils bizarre Weisen verändert sind.

KryddgårdenNiedrigRosengårdMalmö

Auffällig ist die enorm aufwendige künstlerische Gestaltung der langen Gebäude. Neben jedem Eingang sind Nischen, manchmal mit Bänken, manchmal mit Fahrradständern, und rahmenartige Betonwände, in denen abstrakte Skulpturen, teils aus Holz, teils aus Metall, hängen.

KryddgårdenEingangRosengårdMalmö

Ansonsten ist Rosengård ein typisches Wohngebiet mit Stärken und Schwächen. Die Trennung zwischen Auto- und Fußgängerverkehr  funktioniert wie in Kroksbäck sehr gut, die Benutzung der vielen Brücken ist nicht nur unabdingbar, sondern auch intuitiv. Die Verbindung zur übrigen Stadt ist nicht schlecht, obwohl die Lage jenseits einer Bahnlinie und eines Industriegebiets ebensowenig wie die Abhängigkeit vom Bus- oder Autoverkehr ideal ist. Daß es seit kurzem besonders lange Busse, die tun, als seien sie Straßenbahnen, gibt, ist sicher sinnvoll, aber besser wäre eine echte Straßenbahn. Größter Schwachpunkt ist das Zentrum, wie Zentrumsbildung in Malmöer Wohngebieten, trotz positiven Ausnahmen wie Nydala, selten gelungen, oft sogar kaum vorhanden ist.

VerwaltungshochhausRosengårdMalmö

Die Lage über der Autobahn ist gut, das nahe Verwaltungshochhaus kann man bei gutem Willen als Höhendominante sehen und es ist ja auch alles vorhanden, ein großer Supermarkt, eine Passage mit kleinen Geschäften, Sporthalle, Bibliothek, ein Versammlungssaal namens Tegelhuset (Ziegelhaus), der früher eine Kirche war. Aber dort, wo der entscheidende öffentliche Raum, ein Platz, sein sollte, sind Parkplätze und es gibt eine so unschöne wie unzugängliche Rückseite mit Anlieferungsbereichen.

RosengårdCentrumNahMalmö

Für ein Wohngebiet dieser Größe ist Rosengård Centrum einfach nicht groß und allseitig zugänglich genug, es schafft es nicht, ein wirkliches Zentrum, wie etwa das Frankfurter Nordwestzentrum, zu sein.

Doch was Rosengård anders macht, sind seine Einwohner. Sie sind, wie einem desto bewußter wird je weiter man hineinkommt, fast ausnahmslos migrantischer Herkunft, meist aus arabischen Ländern, Somalia oder Bosnien. Beinahe ist es, als habe man Schweden und Malmö verlassen und eine arabisch-afrikanisch-balkanisch bewohnte Stadt, die überall sein könnte, betreten. Sogar die typischen schwedischen Supermärkte fehlen, statt ICA, Coop, Willy’s, Hemköp oder wenigstens Lidl gibt es in Rosengård Centrum einen City Gross. Und in der Einkaufspassage finden sich Call Shops, Cafés, ein Halal-Supermarkt statt der üblichen Ketten.

Von der Gefährlichkeit und Kriminalität, für die Rosengård schwedenweit bekannt ist, würde man nichts merken, wie überhaupt die wenigsten angeblich gefährlichen Viertel in Europa an einem normalen Tag irgendetwas anderes als normal sind. Höchstens Kleinigkeiten könnten darauf hindeuten. Die sonst offenen Räume zwischen den Gebäuden sind teilweise abgesperrt mit Zäunen, auf denen schwedisch dezenter Stacheldraht ist, und zu betreten durch Tore mit Codeschlössern, was sofort an die bedrückende Atmosphäre eines Gefangenenlagers denken läßt. Eines der neusten Gebäude ist das der Polizei und tut das, anders als in der Innenstadt, auch mit einem großen Schild kund.

PolizeiRosengårdMalmö

Doch man erlebt die schiere Segregation von Rosengård, den schieren Kontrast zwischen der Einwohnerstruktur hier und der in Wohngebieten im Westen. Sie straft all das Gerede von einer ach so vorbildlichen schwedischen Sozialstaatlichkeit, die es nachzuahmen gelte, die ja eigentlich schon Sozialismus sei, Lügen. Dieses Schweden gehört in die Traumwelt von Sozialdemokraten, die nichts über das wirkliche Schweden wissen oder wissen wollen. Rosengård zeigt, daß Schweden nicht anders ist als andere Staaten Westeuropas. Eher ist die Segregation hier noch absoluter als in vergleichbaren Gegenden in anderen Ländern. Vielleicht erklärt sich das auch dadurch, daß es in Rosengård, fast unnötig zu sagen, keine Kneipen und keine Filialen des staatlichen Alkoholmonopolisten Systembolaget gibt, was bedeutet, daß man im ganzen Wohngebiet keinen Alkohol kaufen kann. Das indigene Subproletariat, das sich in anderen Ländern die ärmsten Viertel mit den Migranten teilt, findet in Rosengård einfach nicht mehr, was es vernünftigerweise zum Überleben braucht. So unterstützt der postchristlich-sozialdemokratische Puritanismus Schwedens den islamischen Puritanismus der Migranten und auch für Muslime aus säkularen Staaten wie Jugoslawien entsteht eine zwangsläufig schariakonforme Umgebung. Im Ergebnis hat Schweden hier seine sozialen Gegensätze völlig ethnisiert und kann sie nun als kulturelle Unterschiede, die die einen gut, die anderen schlecht finden, erklären.

Rosengård ist das Ende aller Illusionen. Ein buntes multikulturelles  Beisammenleben kann man sich vielleicht in den Mietskasernengegenden um den Möllevångstorget (Möllevångplatz), wo neben Migranten auch schwedische Hipster wohnen, imaginieren, nicht jedoch in Rosengård. Doch die, die sich so was imaginieren möchten, die gutmeinenden Liberalen, zu denen die Linken verkommen sind, die Leute, die meinen Kontakt mit den Migranten zu haben, wenn sie in exotischen Restaurants essen, sie kommen sicher nicht nach Rosengård.

Es ist allerdings unbedingt zu betonen, daß Rosengård zwar segregiert, nicht aber heruntergekommen ist. Schwedischer Reichtum, schwedische Ordentlichkeit sind überall zu spüren. Die Grünanlagen sind gepflegt, Graffiti gibt es keines. Zur Ergänzung des unzureichenden Zentrums wurde vor kurzem eine Ladenzeile mit aufgeschwungenen Betondächern, die passenderweise Bennets Bazaar heißt, gebaut.

BennetsBazaarRosengårdMalmö

Und vielerorts finden sich die Spuren von allerlei Motivationskampagnen. Eine etwa erklärt Rosengård zum Herzen von Malmö, weil es auf der Karte bei gutem Willen wie eines aussieht, wohlgemerkt wie das Organ, nicht wie das Symbol.

HerzRosengårdMalmö

Auch der Stolz Rosengårds, Malmös, ganz Schwedens, der Fußballspieler Zlatan Ibrahimović, der hier aufwuchs, ist vertreten. Über einer Unterführung, die einen innenstadtseitigen Eingang nach Rosengård bildet, liest man:

ZlatanRosengårdMalmö

„Man kann ta en kille från Rosengård, men man kan inte ta Rosengård från en kille Citat Zlatan” (Man kann einen jungen Kerl aus Rosengård herausnehmen, aber man Rosengård nicht aus ihm herausnehmen). Zum einen sind andere philosophische Auslassungen von Ibrahimović tiefgründiger, zum anderen zeigt der Bezug auf ihn die Absurdität solcher positiver role models.

Zlatan hat es geschafft, du kannst es auch schaffen! Aber wie der kluge amerikanische Basketballspieler Charles Barkley sagte: „And what they’re really doing is telling kids to look up to someone they can’t become. […] Kids can’t be like Michael Jordan.“ (Und in Wirklichkeit wird den Jugendlichen erzählt, zu jemandem aufzuschauen, der sie nicht werden können. […] Jugendliche können nicht wie Michael Jordan sein.) Wie vielen bosnische Jungen können schon Fußballstars werden? Angesichts der Realität wirkt das wie ein Hohn. Die allermeisten werden Rosengård nie verlassen, weder innerlich noch äußerlich. Das hat viele Gründe, die mit dem Kapitalismus im allgemeinen und den puritanischen Aspekten der schwedischen Gesellschaft im besonderen zu tun haben. Die Architektur ist keiner von ihnen.

Malmöer Wohngebiete: Nydala

Nydala ist eines der vielen schematischen Wohngebiete von Malmö. Quer zum Eriksfältsvägen (Eriksfältweg) achtgeschossige Gebäude, parallel zu ihm immerhin viergeschossige. Wie es diese Schematik doch etwas aufbricht, merkt man erst am Nydalatorget (Nydalaplatz), der sein Zentrum, Herz und Angelpunkt ist.

NydalaUnterführungZentrum

Quer zur Straße links ein zwölfgeschossiges Gebäude, das dann leicht versetzt ist und mit dem gezackten Vordach der Läden im Erdgeschoß in den Platz hineinführt. Rechts erst ein Flachbau, dann ein achtgeschossiger Bau mit Läden und geraden Vordächern. Nach einem Durchgang auch links ein Achtgeschosser mit Läden und anschließend als rückwärtiger Abschluß des Platzes ein Flachbau mit Supermarkt. Auf dem Platz steht ein Brunnen in Stufenpyramidenform und die Skulptur eines sitzenden Mädchens.

NydalatorgetCoopMalmö

Von hier aus nun erschließt sich Nydala neu und anders. Der eigentliche Eingang zum Platz ist gar nicht von der Straße her, sondern durch eine Unterführung, zu der es mitten zwischen den Läden sanft hinabgeht. Auf ihrer anderen Seite gelant man links zu Einfamilienhäusern, während sich rechts bald eine halbovale Grünfläche öffnet. Die üblichen Achtgeschosser rahmen sie, aber durch ihre versetzte Anordnung wirken sie plötzlich geradezu bewegt. Am Ystadvägen (Ystadweg) endet das Wohngebiet mit einem weiteren kleinen Platz mit Läden und der Skulptur eines stürzenden Reiters.

In die andere Richtung geht es an der Seite des Supermarkts, wo ein Metallrelief Picasso spielt, in den Nydalaparken (Nydalapark).

NydalatorgetPicassoMalmö

Als breiter Streifen erstreckt er sich parallel zur Straße, aufgereihte Achtgeschosser auf beiden Seiten, das Repetitive gemildert vom dazwischenliegenden Raum offenen Raum. Der Park ist, passend zum Namen des Wohngebiets, wirklich eine Art neues Tal.

NydalaParkZentrumMalmö

Nicht mehr weit von hier ins Wohngebiet Gullviksborg, das ganz ähnlich aufgebaut ist, aber weder ein gutes Zentrum, noch einen guten Park hat. In Malmö wie überall liegen die entscheidenden Unterschiede in den Details.

Hyllie

Hyllie, das war einst ein Wasserturm. Vier hohe runde Stützen, die oben fließend in einen großen Diskus übergehen, und als Abschluß ein kleinerer runder Teil mit umlaufendem Fensterband.

WasserturmHyllieUntenMalmö

Er war der markanteste von mehreren Türmen, die in den frühen Siebzigern in der Nähe von Malmös Inre Ringvägen (Innerem Ringweg), der im Halbkreis um die Hafenstadt führenden Autobahn, gebaut wurden.

HyllieWasserturmAutobahn

Ein fremdartiges weißes Ufo, zugleich Funktionsbau und Skulptur, war er zwangsläufig Symbol für irgendeine Zukunft. Allein und auch ganz selbstgenügsam stand er lange Jahre in den Feldern der Landschaft von Skåne (Schonen). Die Stadt rückte zwar näher, aber sie erreichte ihn nie. Diesen Zustand kann man auf einem kleinen Bild abseits des Nydalatorget (Nydalaplatz) im Süden der Stadt noch sehen.

BildWasserturmHyllieNydalatorgetMalmö

Den Blick des Bildes gibt es auch heute noch, doch man muß ihn suchen und kein Photo wird ohne weiteres die Veränderungen, die Hyllie erlebt hat, verbergen können.

WasserturmHyllieMalmö

Denn seit dem Jahre 2000 ist Hyllie das Tor zu Dänemark. Hier ist der letzte Bahnhof vor der Örseundbrücke, also vor Kopenhagen, und um diesen entstand und entsteht ein neuer Stadtteil von Malmö. Der Wasserturm steht nicht mehr allein auf dem Feld, sondern wurde Teil einer Skyline. Fast könnte man hoffen, die Zukunft des Wasserturms sei gekommen.

SkylineHyllieMalmö

Doch wie fern jeder Zukunft ist alles, was in Hyllie gebaut wurde! Allerlei Gebäude, Büros, Hotels, Wohnungen, ein Einkaufszentrum, eine Konferenzhalle. Manches sieht so, manches so aus, aber alles ist immer einem Straßenraster untergeordnet.

StraßeHyllieMalmö

Hyllie ist aufgebaut, als habe die Stadtplanung seit der Anlage von Łódź, Odessa oder der amerikanischen Kolonialstädte keine Fortschritte gemacht. Mittendrin ist ein Platz, der sich in Richtung der Brücke öffnet.

PlatzHyllieMalmö

Das Diskusrund des Bahnhofsdachs scheint vom Wasserturm wenigstens zu wissen. Aber er ist versteckt hinter der Konferenzhalle. Wenn man ihn sieht, schwebt er über dem neuen Hyllie und seine einfache markante Form scheint so viel stärker als dessen Beliebigkeit.

Auf seine Umgebung nimmt Hyllie keine Rücksicht, die Verbindungen in nahe Wohngebiete wie Kroksbäck sind mal mehr, mal weniger schlecht, aber auch an der Backsteinkirche des nahen Dorfs Bunkeflo hat es kein Interesse.

Bleibt die Öresundbrücke, Hyllies raison d’être. Am besten sieht man sie vom Dach des Einkaufszentrums Emporia.

ÖresundbrückeHyllieMalmö

Bei dieser Brücke, den zwei riesigen Pfeiler, den beiden Ebenen, die Autos und Züge über das Meer tragen, bei diesem Meisterwerk der Infrastruktur spürt man immerhin etwas Zukunft, wie sie der Künstler auch auf einem anderen Bild in Nydala imaginierte.

BilderWasserturmBrückeHyllieMalmö

Infrastrukturprojekte immerhin gelingen dem gegenwärtigen Kapitalismus noch manchmal, aber deshalb kann man ihm weder mediokre Stadtplanung noch sonst etwas verzeihen.

Was der Kapitalismus außerdem kann, können muß, sind Einkaufszentren. So ist Emporia auch das mit Abstand interessanteste Gebäude des neuen Hyllie. Das meiste an ihm ist selbstverständlich reine Mode. Daß es sich mit eingewölbten fließenden Glasflächen gelb zur Straße und blau zur Brücke öffnet – Mode und sogar eine, die schon langsam alt wird.

HyllieEmporiaMalmö

Daß die Treppen- und Rolltreppenbereiche im Inneren sehr unterschiedlich gestaltet und bis zu den Handläufen einzelnen Farben zugeordnet sind – Mode, aber immerhin gut für die Orientierung.

HyllieEmporiaBlauMalmö HyllieEmporiaGelbMalmö HyllieEmporiaRotMalmö

Daß im grünen Bereich eine großzügige Wendeltreppe, um die schlingpflanzenumrankte Seile hängen, zu einer verglasten Kuppel hinaufführt – eine noch junge Ökomode.

HyllieEmporiaGrünMalmö

Die Mode nun, die Dächer von Einkaufszentren als Parks zu gestalten, hat einen wirklichen Wert, weil dadurch ein neuer und potentiell sogar öffentlicher Raum entsteht. Das Dach des Emporia ist eine eckige Hügellandschaft mit eher karger Vegetation, wie sie gut zum ständigen Wind und zum Blick aufs Meer paßt.

HyllieEmporiaDachMalmö

Das ist nicht viel, aber es ist etwas. Das neue Hyllie wäre ein weit interessanterer und besserer Ort, wenn es nur aus einem Einkaufszentrum mit begrüntem Dach bestünde. Damit wäre es dem Wasserturm ein wenig gerecht geworden. Aber dazu war der Kapitalismus nicht in der Lage und vom Dach des Emporia blickt man in die traurigen Neo-Hinterhöfe der Wohnbebauung.

Hyllie heute, das ist also eine vertane Chance. Der Wasserturm träumt weiter von einer Zukunft.

Malmöer Wohngebiete: Högaholm

Högaholm liegt im Südwesten der Stadt, schon jenseits des Inre Ringvägen (Innerer Ringweg). Wenn man es dennoch schon von weither sieht, dann weil es aus acht sechzehngeschossigen Punkthochhäusern besteht, die an der etwas geschwungenen Munkhättegatan (Munkhättestraße) zu zwei Vierergruppen angeordnet sind.

HögaholmMalmöStraße

Es sind schlichte Gebäude: fast quadratischer Grundriß, Balkone bei den Ecken, sonst kleinere und größere Fenster, bei den Eingängen in der Mitte der Nordseite ein leichter Rücksprung für das Treppenhaus, die Balkone und Treppenhausverkleidung bei der einen Gruppe blau und bei der anderen grau.

HögaholmMalmöTreppenhaus

Städtebaulich ist Högaholm wenig gelungen, da zwischen den Hochhäusern vor allem Parkplätze sind, die Übergänge zur dreigeschossigen Bebauung, die auch hier nicht fehlen darf, wie zum Wohngebiet Almwik auf der anderen Straßenseite eher schlecht sind, und es statt eines Zentrums bloß einen verlorenen Laden gibt.

HögaholmMalmöDreigeschosser

Aber Högaholm ist etwas besonderes in Malmö, denn Punkthochhäuser gibt es nur hier. Damit ist Högaholm vielleicht auch der Schlüssel zur erstaunlichen Eintönigkeit der Malmöer Wohngebiete. Vielleicht ist das Problem gar nicht der immergleiche Wechsel zwischen Drei- und Acht-, Neun-, Zehngeschossigkeit oder die starre Rechtwinklingkeit. Vielleicht fehlen bloß die Punkthochhäuser zur Markierung wichtiger Punkte. Wohngebiete mit einem Wechsel von längeren niedrigeren Gebäuden und einzelnen Punkthochhäusern, wie sie sonst in den fortschrittlichen Wohngebieten der kapitalistischen wie der sozialistischen Staaten so üblich sind, gibt es in Malmö jedenfalls keine. Es wirkt, als haben die Malmöer Stadtplaner schlichtweg nicht gewußt, was sie mit Punkthochhäusern anfangen sollten und sie deshalb in Högaholm alle auf einen Haufen ausgekippt.

HögaholmMalmöBuch

Symbole im Ruhestand

Wenn man auf der Universitetsbron (Universitätsbrücke) über das Hafenbecken kommt, bilden sie ein Tor, rechts das Kolgahuset, links das Bylgiahuset. Obwohl sie unterschiedlich aussehen und aus verschiedenen  Zeiten stammen, verbindet sie doch etwas. Denn beide standen sie für ein neues Malmö.

BylgiahusetKolgahusetUniversitetsbronMalmö

Das Kolgahuset (Kolgahaus) stammt unverkennbar von 1935, weißer Putz, kupferne Dachränder, keinerlei Schmuck, die Fenster regelmäßig verteilte Quadrate und Rechtecke.

KolgahusetMalmö

Es ist in weiten Teilen bloß sechs Geschosse hoch, gerade so hoch wie die kupferne Turmhaube des historistischen Nebenbaus links. Doch schon hier, im ersten Teil der zum Wasser zeigenden Schmalseite, reichte ihm das nicht, es steigt in Terrassenstufen um zwei weitere Geschosse an. Im nächsten Teil gibt es alle Zurückhaltung auf und wächst auf zehn, nein, elf Geschosse. Dieser Teil ist von drei leicht vorstehenden rechteckigen Erkern strukturiert, die nach dem Eingang im Erdgeschoß und einem Gitterbalkon im zweiten beginnen. Dank ihrer langen Fenster, die ihre linke Ecke umlaufen, unterstützen sie dennoch die horizontale Wirkung des gesamten gebäudes. Das oberste Geschoß steht zurückgesetzt auf einer Dachterrasse und beginnt mit einem nach links weisenden halbrunden Teil. Erst an der Ecke zur Hans Michelsensgatan (Hans-Michelsen-Straße) gibt sich das Kolgahuset wirklich mit sechs Geschossen zufrieden, allerdings mit Dachterrasse. Als wohldurchdachtes Detail ist diese Ecke nur im Erdgeschoß, wo es dem Fußgänger nützt, abgerundet.

KolgahusetSkeppsbronEckeHansMichelsensgatanMalmö

Zusammen mit den Gitterbalkonen, die ab dem dritten Geschoß abgerundet die Ecke umlaufen, wird so zur langen Breitseite des Gebäudes übergeleitet.

KolgahusetÖresundhusetMalmö

Die beiden oberen der Balkone setzen sich an dieser Seite fort und führen mit kleinen Unterbrechungen bis zu ihrem Ende. Etwa in der Hälfte der Breitseite springt der elfgeschossige Teil etwas zurück und endet dann. Stattdessen beginnt abgerundet ein zurückgesetztes siebtes Geschoß. Auf der anderen Schmalseite zur Stormgatan fällt das Gebäude in zwei Terrassenstufen auf fünf Geschosse ab.

KolgahusetStormgatanHansMichelsensgatanMalmö

Noch immer spürt man den Kontrast zwischen all den dunklen historistischen Bauten, die vom Nebenhaus bis am Bahnhof vorbei und weit in die Altstadt das Malmö des 19. Jahrhunderts, die reichgewordene Industrie- und Hafenstadt, bestimmten. Beim Kolgahuset ist alles anders. Kein Backstein mehr, keine Ornamente, stattdessen ein vielgestaltig aus meist eckigen, manchmal runden Formen zusammengesetzter weißer Baukörper. Dazu Höhen, die vorher nur einige Türme hatten, und Räume wie Dachterrassen, die es vorher einfach nicht gab. Das Kolgahuset war für Malmö ein Symbol des Aufbruchs in die Zukunft, Symbol des Neuen. Erbaut wurde es als Sitz der Skånska Cementgjuteriet (Schonischen Zementgießerei), die heute als Skanska ein internationales Unternehmen mit Sitz im fernen Stockholm ist. Es ist damit ein typisches fortschrittliches Gebäude seiner Zeit, verwandt mit dem Hochhaus in der Herrengasse in Wien (1931)

HochhausHerrengasse

oder dem Baťa-Hochhaus in Liberec (1932).

BaťaLiberec

Die Zukunft, um die es ging, sollte unbedingt kapitalistisch, war aber ohne den drohenden Sozialismus, der dem Kapitalismus die alten Formen ausgetrieben hatte, kaum mehr zu denken. Doch der Sozialismus erreichte zwar die Tschechoslowakei, nie aber Österreich und Schweden. So wurde im Jahre 1957 auf der anderen Seite der Hans Michelsensgatan, direkt gegenüber, das Bylgiahuset (Bylgiahaus) gebaut, weiteres Symbol einer kapitalistischen Zukunft, aber kein so großer Kontrast mehr, da es das Kolgahuset ja schon gab.

BylgiahusetMalmö

Der erste Unterschied ist, daß das Bylgiahuset nicht die ganze Fläche seines Grundstücks einnimmt. An der Ecke ist eine kleine Grünanlage, die nach links von einem zweigeschossigen Flügel abgeschlossen wird und mit Bänken, Bäumen und einer schneckenförmigen Skulptur aus weißem Stein hübsch gestaltet ist. Der eigentliche Baukörper ist siebengeschossig und hat eine weiße Kachelverkleidung und Bänder aus quadratischen Fenstern und schmalen vertikalen Kupferstreifen. Er verbreitert sich an beiden Breitseiten in sehr flacher, aber merklicher Dreiecksform. Hinter einer Dachterrasse ist ein weiteres verglastes Geschoß und ein markanter nach oben geschwungener Teil, eine Art weißen Buckel. Doch was man vom Bylgiahuset zuerst sieht, ist der zwölfgeschossige Bauteil in seiner zum Wasser zeigenden Schmalseite. Wie ein Turm aus einem weißen Raster vertikaler Rechtecke, in denen zurückgesetzt Fenster und wenig Kupferverkleidung sind, ragt er auf.

BylgiahusetVorneMalmö

Damit wiederholt das Bylgiahuset die Formen des Kolgahuset, kondensiert sie geradezu. Während beim Kolgahuset aber alles zumindest funktional begründet sein könnte, geht es beim Bylgiahuset offenkundig um den ästhetischen Effekt. Die Anklänge an Schiffskiele, allgemein die Seefahrt, die schon das Kolgahuset hatte, werden hier das Wichtigste. Es bemüht sich um die Symbolik, die seinem Nachbarn durch den schieren Kontrast mit dem Alten sicher gewesen, ja, geschenkt worden war. Aber die beiden Gebäude ergänzen einander gut, sie sind eher wie Brüder als wie Vater und Sohn.

Noch ein dritter Bau steht in der Nähe, das Öresundhuset (Öresundhaus). Es ist ein Bau von 1973 mit Fensterbändern, meist brauner Verkleidung und einem oben halbrund vorragenden verglasten Raum. Doch es tritt hinter den beiden anderen völlig in den Hintergrund und nicht nur, wie es hinter ihnen steht, sondern weil es mit ihrer Symbolik einfach nicht mithalten kann, aber sie auch nicht durch irgendetwas anderes, etwa größere Funktionalität oder einen besseren städtischen Raum, übertrifft. Immerhin zeigt es zur richtigen Seite, zum Hafen, zum Meer, zum Öresund. Daß Kolga- und Bylgiahuset beidseits der Hans Michelsensgatan als Tor wirken, ist noch neu, da die Brücke, die Universitetsbron, neu ist. Sie wären auch ein Tor, das im eigentlichen nirgendwohin führt. Als sie gebaut wurden, waren sie auf andere Art ein Tor: von Öresund, Meer, Hafen in die Stadt. Nicht zufällig wenden sie dorthin ihre Breitseiten. Nicht zufällig zeigt der halbrunde Teil oben auf dem Kolgahuset nach links, nicht zufällig ist der verglaste Teil im Obergeschoß des Bylgiahuset auf der linken Seite bis an den Rand geführt. Dorthin schauen sie, wenn sie auch nicht nur von dort gesehen werden wollen.

BylgiahusetKolgahusetWasserMalmö

Von hier betrachtet zeigt sich, daß die Grünanlage vor dem Bylgiahuset geradezu eine Freundlichkeit gegenüber dem Kolgahuset ist, damit es nicht verdeckt werde. Die Hans Michelsensgatan war vorher für beide Gebäude fast belanglos. Entscheidend war die Straße Skeppsbron, die am Hafenbecken entlang in die Stadt führt, und für das Bylgiahuset auch die parallel verlaufende Stormgatan, die genau auf seinen Eingang zuführt.

BylgiahusetStormgatanMalmö

Einst waren diese beiden verwandten Gebäude nach den industriellen Anlagen das Erste, was man von Malmö sah. Das ist schon länger vorbei und inwieweit die Zukunft, die sie symbolisierten, je kam, darüber ließe sich streiten. Heute sind sie Symbole im Ruhestand.

Aus Meyers Neues Lexikon: Band 9, Lyna – Nazor, Leipzig 1974

Aus Meyers Neues Lexikon: Band 9, Lyna – Nazor, Leipzig 1974

 

Malmöer Wohngebiete: Kroksbäck

Die Wohngebiete in Malmö sind, wie schon gesagt, oft sehr schematisch angelegt. Wie viel innerhalb dieses Schematismus‘ allerdings erreicht werden kann, zeigt das ab 1965 errichtete Wohngebiet Kroksbäck.

Es unterscheidet sich erst einmal kaum von vielen anderen. Entlang des leicht geschwungenen Hyllievångsvägen (Hyllievångweg) erst dreigeschossige Bebauung, vier aufgereihte achtgeschossige Gebäude an einer querender Erschließungsstraße, dann wieder dreigeschossige Bebauung, ein querender Grünstreifen, vier aufgereihte achtgeschossige Gebäude an einer querenden Erschließungsstraße und schließlich wieder dreigeschossige Bebauung, vier aufgereihte achtgeschossige Gebäude und noch einmal dreigeschossige Bebauung. Auf der anderen Seite des Hyllievångsvägen dazu noch eine Schule und ein Park, durch den es bald ins Wohngebiet Holma geht. Das ist genau so langweilig, wie es sich liest. Doch in Kroksbäck ist die konsequente Trennung zwischen Fußgänger- und Autoverkehr, die Malmö auszeichnet, direkt ins Wohngebiet geholt und das ändert alles.

HyllievångsvägenKroskbäckMalmö

Der Hyllievångsvägen nämlich liegt in einem Graben, über den beim Grünstreifen und den abschließenden niedrigen Gebäuden drei kaum merklich gewölbte Fußgängerbrücken führen.

KroksbäckBrückeBushaltestelleMalmö

Auch die Erschließungsstraßen sind bei ihrer Einmündung tiefer als die Bebauung und für Fußgänger überbrückt, bevor sie dann langsam ansteigen und enden.

KroksbäckBrückenMalmö

Beidseits der Brücken sind an der Straße jeweils Bushaltestellen, während an den Erschließungsstraßen Parkplätze und die Einfahrten von Tiefgaragen sind.

KroksbäckGaragenMalmö

Die Treppen hinab zu diesen gleichen den Zugängen zu Bootsanlegestellen an einem Kanalsystem. So erwacht allein durch zusätzliche Funktionalität der Schematismus zum Leben. Es entsteht ein gar nicht mehr langweiliger städtischer Raum und gleichzeitig, wie als Nebeneffekt, eine Fülle poetischer Assoziationen, etwa mit niederländischen Grachten oder venezianischen Kanälen. Nur passend, daß das prominenteste Kunstwerk von Kroksbäck, geschaffen von Barbro und Holger Bäckström im Jahre 1968, aus geschwungenen Blechen mit Meeres- oder Himmelsmotiven auf einem hohen Gestell besteht und „Hylliemöllan“ (Hylliemühle) heißt.

BarbroHolgerBackströmHylliemöllanKroksbäckMalmö1

Und gleich einer Mühle anderer Art steht es an dem Kanal anderer Art.

BarbroHolgerBackströmHylliemöllanKroksbäckMalmö2

Wie jede gelungene Trennung von Fußgänger- und Autobahnverkehr, zeichnet sich auch die in Kroksbäck durch ihre Selbstverständlichkeit aus. Es gibt schlichtweg keinen Grund, nicht über die Fußgängerbrücken zu gehen. Daß an einigen Stellen dennoch das Bedürfnis besteht, den Hyllievångsvägen abseits von diesen zu überqueren, bezeugen Trampelpfade am hinabführenden Hang. Dabei jedoch geht es wohl meist um Zugang zu geparkten Autos, die dort im Sinne der Konzeption des Wohngebiets ohnedies nicht sein sollten. Gegenüber der Schule wurde sogar ein weiterer Übergang geschaffen, doch statt aus einer Brücke besteht er bloß aus zur Straße führenden Treppen.

KroksbäckFurtMalmö

Das ist, als baute man eine Furt, nachdem der Brückenbau bereits perfektioniert wurde, so offenkundig und traurig ist dieser Rückschritt. Nebenbei läßt diese Querung auch die heute so beliebte Barrierefreiheit vermissen. Wie anders sind da sowohl die Fußgängerbrücken als auch die Bushaltestellen. Sie sind jeweils nicht nur mit einer Treppe angebunden, sondern auch mit einem sanft ansteigenden Weg im Hang, der in seiner Biegung als besondere Aufmerksamkeit für ältere Menschen eine Bank hat.

KroksbäckBushaltestelleMalmö

Ursprünglich hätte Kroksbäck bloß ein Teil eines größeren Wohngebiets namens  Södra Hyllie (Hyllie Süd) sein sollen, doch das wurde nie gebaut, weshalb der Hyllievångsvägen lange abrupt mit einem Wendekreis endete und auch jetzt ziemlich vage ins Ungewisse weiterläuft.

KroksbäckEndeHyllievångsvägenMalmö

Wenn dieses Södra Hyllie die Ansätze von Kroksbäck fortgeführt und weiterentwickelt hätte, wäre es ein großer Gewinn für Malmö und die Architektur geworden. Besser als das heutige Hyllie, das bald folgt, wäre aber sogar ein mediokres Wohngebiet.