Archiv der Kategorie: Erkundungen auf Friedhöfen

Erkundungen auf Friedhöfen: Sprachen in Kynšperk

Der Friedhof des Städtchens Kynšperk nad Ohří unweit von Cheb ist recht deutlich zweigeteilt. Der ältere Teil direkt hinter dem Tor ist deutsch, da die Bevölkerungsmehrheit bis 1945/46 deutsch war.

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Obwohl das nicht mehr so ist und es das Königsberg, von dem manche der Steine sprechen, nicht mehr gibt, ist er keineswegs verwahrlost. Auch ganz hinten, wo viele Steine umgefallen oder mit Efeu bewachsen sind, ist sein Zustand immer noch viel besser als der des örtlichen jüdischen Friedhofs, der 1938 von ebendiesen Kynšperker Deutschen verwüstet worden war und den zu pflegen niemand übrig blieb.

Das ist mit dem deutschen Teil des Friedhofs auch deshalb anders, weil nach dem Krieg durchaus nicht alle Deutschen ausgesiedelt wurden. Einige konnten bleiben, entweder, weil sie Widerstand geleistet hatten und der Tschechoslowakei treu geblieben waren, oder, häufiger, weil sie in wichtigen Industriebetrieben gebraucht wurden. Die Bestattungen brachen daher 1945 nicht einfach ab.

Der andere Teil weiter links ist tschechisch. Die Gräber sind allesamt neuer und sehen auch anders aus. Oft gibt es hier Grabsteine in der Form kleiner Vitrinen mit Glastüren, hinter denen die Urnen der Verstorbenen stehen.

Neben Kreuzen sieht man nun auch hussitische Kelche. An den Friedhofsmauern sind oft Kolumbarien, ein weiterer Ausdruck des antikatholischen tschechoslowakischen Faibles für Feuerbestattung.

Zu den tschechischen Namen kommen hier manchmal slowakische und ungarische, da viele der Siedler in den ehemals deutschen Teilen des Landes aus der Slowakei stammten. So kam es, daß noch 1960 ein Grab in Kynšperk ungarisch beschriftet wurde, allerdings auch nur halb, da die Monatsnamen tschechisch sind.

Sicherlich auch den Wirren des Kriegs geschuldet, aber nicht mehr einfach zu erklären ist das Grab des 1958 verstorbenen Alexander Michailow mit russischer Inschrift.

Auch die neueren deutschen Gräber setzen nicht einfach das Vorangegangene fort, sondern zeigen die Einflüsse der tschechischen Umwelt. So deutsch etwa der röhrende Hirsch und der Vorname Horst auf einem Grab sind – der Nachname lautet tschechisch Šašek.

Obwohl auf einem anderen Grab sonst alles deutsch geschrieben ist und sogar als Herkunft Klingen, ein heute nur noch schwer aufspürbarer Ortsteil von Kynšperk, genannt ist – die Berufsbezeichnung „Mechanisátor“ ist tschechisch, weil die Familie nicht gewußt hätte, wie sie einen für die Maschinen einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft verantwortlichen Techniker auf Deutsch hätte nennen sollen.

Das Grab des Erhard Wilfer schließlich ist teils auf Tschechisch und teils auf Deutsch beschriftet. Oben sind tschechische Verse, wie man sie in den Katalogen von Bestattungsunternehmen auswählen kann, unten steht: „Hier ruht in Gott unser innigst geliebter Sohn Erhard. Wir werden Dich nie vergessen!“

Für sich genommen sind die beiden Inschriften dieses Grabsteins gleichermaßen konventionell, aber zusammen werden sie durch ihre unterschiedlichen Sprachen einzigartig.

Heute ist Kynšperk nad Ohří denn eine tschechische Stadt und auch diejenigen ihrer Bewohner, deren Vorfahren deutsch oder was auch immer sprachen, sind bohemisiert. Ihnen geschah, was mit dem Namen der Stadt geschah. Neben dem alten Namen Königsberg kann Kynšperk leicht als Verhöhnung erscheinen. Vielleicht aber entspricht die Schreibweise genau dem, wie die örtlichen Deutschen ihren Ort aussprachen – Kinschperk. Vielleicht wurde der Name weniger bohemisiert als in der Orthographie dem Kynšperker Dialekt angepaßt. Zumindest der Stadtname verbände dann die beiden Teile und beiden wichtigsten Sprachen dieses Friedhofs – und das unbemerkt von den Sprechern der einen wie der anderen Sprache.

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„Schau Leser hie ein Bild“

Barock und Memento Mori – das paßt gut zusammen. Dennoch kann die Stärke eines barocken Memento Mori, einer Erinnerung an Tod und Vergänglichkeit, beinahe überwältigen. Dieses in Bergen etwa:

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Es ist eine große rechteckige Platte aus Sandstein, die oben einen giebelartigen Abschluß aus einem großen halbrunden Bogen und zwei kleineren seitlichen Bögen hat. In der Giebelfläche ist das Relief einer Sanduhr mit Fledermausflügeln. Während die Flügel sich in die seitlichen Bögen ausbreiten, ragt die Sanduhr in den mittleren hinein, wo über ihr in dessen Rund die Worte „Weg, Eitelkeit“ stehen.

In der zentralen Fläche ist zuerst ein Text, bei dem die Umrisse der Buchstaben im Gegensatz zum erhabenen Relief flach in den Stein hineingearbeitet sind:

„Schau Leser hie ein Bild/wie Blumen bald vergehen/und wie die Wasserblas/kein Augenblick bestehen/erkenn hieran o Mensch/so flüchtig ist dein Leben/drumb trachte stets darnach/dich Jesu zu ergeben“

Darunter ist ein weiteres Relief: Eine menschliche Figur, vielleicht eine Frau, vielleicht ein Engel, die links auf einen Totenschädel gestützt dasitzt oder vielmehr gleichsam gemütlich hingelagert ist. Unter dem Schädel sind gekreuzte Knochen und im Hintergrund links ist eine Kugel mit Kreuz. Nach rechts hält die Figur etwas Längliches in der Hand, aus dem etwas Rundes kommt, während schon mehrere runde Formen darunter und darüber schweben. Dank dem Text erkennt man es als ein Röhrchen, aus dem Wasserblasen kommen. Sogar das Platzen der Blasen ist vielleicht dargestellt, indem zwei von ihnen als Halbkugeln vorragen, zwei andere aber kaum mehr als poröse Flächen sind.

Ist diese Seite des Steins allgemein, so wird die zweite äußerst konkret. Denn dieses Bergener Memento Mori stand nicht einfach irgendwo herum, dazu war der Barock doch zu pragmatisch, wenn auch auf heute schwer verständliche Weisen. Es ist vielmehr ein Grabstein, der bei der damals deutschen Mariakirken (Marienkirche) zwischen zumeist viel neueren und eisernen Grabsteinen steht.

Das Relief in der Giebelfläche zeigt hier ein lockiges Engelsgesicht mit Flügeln. Der Kopf ist im mittleren Bogen, während die Form der gefiederten Flügel genau in die der seitlichen Bögen eingepaßt ist

In der zentralen Fläche ist wiederum zuerst ein Text:

„Weil Jesus unser Bräutigam/uns Schwestern drey gar schön/ ge[?]iert: so folgen wir dem Gottes/Lamm: als seine Braut wie er uns/führt: aus dieser Wallefarts/kurtzen Zeit: zur freudenfollen/Ewigkeit“

Nach der Zeile, in der das Wort „Ewigkeit“ zentriert gesetzt ist, geht es weiter:

„Anna Elisabet Mestmachers gebohren/1702 den 3 Septemb. starb 1704 den 21/ May: Anna Mestmachers gebohren/1706 den 23 Septemb. starb 1707 den/18 Januar: Anna Mestmachers gebohren/1707 den 14. Decemb. Starb 1711/den 5 Augusti“

Das Relief darunter zeigt drei identische Mädchengestalten in langen Kleidern und mit Palmwedeln im Arm, wobei die mittlere am kleinsten, die linke etwas größer und die rechte am größten ist. Dank dem Text erkennt man in ihnen die drei als Kleinkinder verstorbenen Schwestern Mestmacher (das „s“ dürfte ein Genitiv sein), vielleicht in Hochzeitskleidern.

Das beinahe Überwältigende, Schockierende auch an diesem Grabstein ist wohl, daß er frei von jedem Zeichen von Trauer und gleichsam unpersönlich ist. Die Geschichte, die er erahnen läßt, ist dabei durchaus traurig und persönlich, wenn auch für die Zeit nicht ungewöhnlich. Man kann annehmen, daß es die Trauer über den Tod auch der dritten Anna, die endlich etwas älter zu werden schien, war, der die Eltern Mestmacher zur Errichtung des Grabsteins bewog. Die Texte aber zeigen nichts davon. Der eine ist ein Memento Mori, das allgemein von der Flüchtigkeit des Lebens spricht und diese zum Argument für den Glauben macht. Der zweite kleidet das schreckliche Ereignis des Todes der drei Kinder in das Bild ihrer Ehe mit Jesus, die sie in die „freudenfolle Ewigkeit“ führt. Es ist eine spezifisch protestantische barocke Stimmung, die aus diesen Texten sprecht.

Die Reliefs illustrieren die Worte einerseits nur, ergänzen sie aber auch. In den Giebelflächen ist der Gegensatz zwischen der Vergänglichkeit des Lebens und der Lösung in der Religion in die Bilder der Sanduhr mit den Fledermausflügeln und des Engelsgesichts mit den gefiederten Flügeln gefaßt. Die Flügel bestimmen dabei die Form des Abschlusses des Steins, so daß er beinahe selbst Flügel zu bekommen scheint.

Das Faszinierendste jedoch ist das Relief mit den Wasserblasen. War sie auch nicht so gemeint, so wirkt die Szene der halb liegenden, halb sitzenden Figur ganz friedlich, idyllisch gar. So schlimm scheint dieses wasserblasengleiche Leben nicht zu sein, zumal der Tod ja in doppeltem Sinne hinter ihr ist, einmal im Totenkopf und einmal in der anderen Seite des Steins. Man bekommt so zudem einen weiteren Einblick in die Entstehungszeit des Grabsteins: auch im frühen 18. Jahrhundert spielten Kinder schon mit Seifenblasen. Die Familie Mestmacher wollte von ihrem Verlust und ihren religiösen Ansichten, die diesen verwandelten, erzählen, aber sie erzählte ungewollt auch vom Alltag ihrer Zeit.

Nach all den Jahrhunderten erinnert dieses Memento Mori sogar im Bergener Regen eher an das Leben.

Erkundungen auf Friedhöfen: Jüdisches Mosaik in Kraków

Wie die Deutschen das jüdische Leben im Krakówer Stadtteil Kazimierz vernichteten, so zerstörten sie auch den größten jüdischen Friedhof der Stadt in der Straße Miodowa. Als die nunmehr kleine jüdische Gemeinde ihn in den frühen Sechzigern wieder herstellte, machte sie ihn zum Mosaik: Die Stücke der zerschlagenen Grabsteine wurden neu zusammengefügt.

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Dieses Mosaik bedeckt nun ein großes quaderförmiges Mahnmal beim Eingang sowie einige Mauern dort und in einer hinteren Ecke. Hebräische, polnische und deutsche Inschrifts- und Namensfetzen und figürliche Ornamente verbinden sich zu etwas Neuem.

Einerseits entspricht das dem Eindruck, den auch der Gang zwischen den erhaltenen Gräbern dieses Friedhofs, jedes Friedhofs erweckt. Denn vom Friedhofsbesuch bleibt immer ein Mosaik von Eindrücken, hier eine Inschrift, dort ein Name, dort ein Ornament, die auf irgendeine Art, vielleicht nur durch Zufall, aus der Menge der Gräber herausstechen. Andererseits aber verschwindet so das wichtige Element der Erinnerung an ein Individuum. Die einzelnen Grabsteine verschwimmen zum diffusen Ganzen des Mosaiks so wie die Deutschen die einzelnen Juden in ihrer Vernichtung auf die Zugehörigkeit zu einer diffusen Masse reduzierten.

Dabei zeigt der Friedhof gerade die Unterschiede bei den Juden von Kazimierz, am deutlichsten in der Vielfalt der Sprachen. Unter den Gräbern aus der österreichischen Zeit vor 1918 finden sich etwa einige mit deutschen Inschriften, obwohl auch schon hier die polnischen  zahlreicher sind. Zeugt das von der politischen Entscheidung, sich entweder an den Deutschen, die den Gesamtstaat dominierten, oder an den Polen, die die engere Region dominierten, zu orientieren, so zeugen die vielen ausschließlich hebräisch beschrifteten Grabsteine von einem ganz eigenen, an Assimilation entschieden desinteressierten jüdischen Leben.

Nach dem Krieg, nach der Vernichtung stellten sich solche Fragen nicht mehr. Die wenigen in Polen verbliebenen Juden bildeten eine kleine Minderheit. Doch es ist interessant, daß in dieser Zeit eine neue Sprache auf den Friedhof tritt, die dort vorher vermutlich gefehlt hatte: Jiddisch. An dem Mahnmal beim Eingang und bei anderen im hinteren Teil sind die Inschriften immer polnisch und jiddisch. Die Verwendung des Jiddischen, der Sprache des einfachen Volks, war in den sozialistischen Staaten auch ein bewußter politischer Akt gegen das Hebräische, die Sprache der Religion einerseits und des Zionismus andererseits.

Auch das Schild an der ehemaligen Trauerhalle, das zur Bedeckung des Kopfs auffordert, ist auf Jiddisch und Polnisch geschrieben. Es ist dadurch das vielleicht faszinierendste historische Zeugnis auf dem Friedhof.

Jiddisch:
„Achtung! Auf dem [hebräisches Wort, vermutlich für Friedhof] bloß-köpfig zu gehen ist verboten
Die Verwaltung“
Polnisch:
„Achtung! Auf dem Gelände des Friedhofs gilt Kopfbedeckungspflicht
Die Verwaltung“

Ein schlichtes Blechschild nur, schwarze Schrift auf weißem Grund, gänzlich prosaisch, aber es gehört in eine Zwischenzeit, als es in Kraków noch ein jüdisches Leben gab, dem Jiddisch die Umgangssprache war. Das Schild wird so zu einem weiteren, zum letzten Teil des Mosaiks, das der Friedhof heute leider sein muß.

Erkundungen auf Friedhöfen: Eisen und Staub in Bergen

Gußeiserne Grabsteine sieht man auf Friedhöfen immer wieder einmal. Sie treten ab dem frühen 19. Jahrhundert auf und sind wohl so etwas wie ein Nebeneffekt der industriellen Revolution. Sie waren aber eher eine Modeerscheinung und blieben meist vereinzelt. Nicht so auf dem Friedhof um die Mariakirke (Marienkirche) im südwestnorwegischen Bergen.

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Hier sind mehr als die Hälfte der erhaltenen Grabsteine aus Eisen. Aus Gründen, die heute nicht mehr einfach zu eruieren sind, war diese Mode in Bergen beliebter als anderswo. Neben Kreuzen wurden auch Grabplatten und ganze Sarkophage aus Eisen gefertigt.

Die große Qualität des Materials sieht man etwa am Relief auf der Grabplatte des cand.theol. Johan Meyer und an denen der Sarkophage des Bischofs Jacob Neumann und seiner Frau Justine.

In 150 Jahre rosteten sie zwar leicht, verloren aber nicht ihre Form. Sogar ein Riß in einem Sarkophag scheint kaum mehr als ein allererstes Anzeichen eines Verfalls, der sich noch sehr lange hinziehen wird.

Die Mariakirke, teils noch romanisch und die älteste der Stadt, hieß früher auch Tyskekirke (deutsche Kirche), da sie von den deutschen Kaufleuten, die das große Hansekontor Bryggen betrieben, genutzt wurde. In den dank dem hochwertigen Eisen allesamt gut lesbaren Grabinschriften kann man daher manches über deutsche Einwanderung und Assimilation in Bergen lesen. Die Gräber sind etwa zur Hälfte norwegisch und zur Hälfte deutsch beschriftet. In beiden Sprachen sind die orthographischen Variationen groß. „Geboren“ wird auf Norwegisch mal „fød“, mal „föd“, mal „født“ geschrieben und auf Deutsch manchmal „gebohren“.

Oft sind die beiden Sprachen nah beieinander. Seite an Seite etwa liegen die Gräber von A. M. Døscher und Johan Henrich Døscher.

Beide sind identisch gestaltet, schlichte Sarkophage mit einem Kranz um das vertikale Oval des Schriftfelds. Ihres ist auf Deutsch beschriftet, geboren ist sie recht vage „im Hannoverschen”,

seines auf Norwegisch, obwohl auch er „født i det Hannoverske“ (geboren im Hannoverschen) ist.

Sie kam 1823 nach Bergen und starb dort 1834 81-jährig, er, 1795 geboren, kam 1822 und starb 1854. Die Geschichte dahinter ist einfach nachzuvollziehen: er, der Enkel, kjøbmand (Kaufmann), zu Geld gekommen offenbar, holte seine alte Großmutter in die ferne Stadt, in der er sich angesiedelt hatte. An die norwegischen Bedingungen angepaßt wurde dabei einzig die Schreibweise ihres Nachnamens, aber welchen Unterschied macht schon ein ø oder ein ö? Sie blieb Deutsche, er war Norweger geworden, könnte man sagen, aber vielleicht wäre das falsch, vielleicht hätten ihnen diese Zuschreibungen gar nichts bedeutet. Schließlich gab es kein Deutschland und Norwegen war eine erst kürzlich an Schweden gekommene dänische Provinz, in der es außer ein paar Städten, von denen Bergen die größte war, nichts gab.

Dennoch könnte das Erstarken des Norwegischen nach vielen Jahrhunderten deutsch-hanseatischer Präsenz in Bergen mit dem Erstarken nationalen, nationalstaatlichen Denkens zu tun haben. Hundert Jahre zuvor wäre dem eingewanderten Kaufmann vielleicht nicht eingefallen, sein Grab in der Sprache der Einheimischen zu beschriften, einfach deshalb, weil ein deutscher Dialekt in Bergen genauso einheimisch war wie ein dänischer Dialekt.

„Friede sey mit deiner Asche“ steht abschließend auf ihrem Grab, „fred med hans støv“ (Friede seinem Staub) auf seinem. Grammatikalisch ist das auf Deutsch richtig, gebräuchlich keineswegs. Es ist eine offensichtliche Übersetzung der norwegischen Grabformel, eine zu wörtliche überdies, die die Präposition „mit“ statt des gebräuchlichen Dativs verwendet. Noch näher am Norwegischen ist dann die Formel auf dem Grab des Kaufmanns Hinrich Volckmann und seiner Frau Sara Dameta: „Friede mit ihrem Staube !“.

Auf dem Grab der Jungfrau Helena Hasselmann liest man schließlich „Friede mit ihre Asche!“.

Hier ist das Deutsch schon kein Deutsch mehr. Wer es schrieb, war mit der Sprache offenbar kaum mehr vertraut, er wollte, aber konnte nicht. Dieses norwegisierte Deutsch ist letztlich ein stärkerer Hinweis auf die Assimilation der Deutschen in Bergen als die norwegisch beschrifteten Gräber.

Es ist ein Glück, gerade diese Umbruchsphase vom Deutschen zum Norwegischen auf dem kleinen Friedhof in Eisen gegossen nachlesen zu können.

Erkundungen auf Friedhöfen: Muslimische Gräbervielfalt in Malmö

Zum Malmöer Immigrantenstadtteil Rosengård gehört auch der Östra kyrkogården (Ostfriedhof). Neben einem großen christlichen, das heißt protestantischen, Teil hat er auch einen kleinen jüdischen und einen etwas größeren und wachsenden muslimischen Teil.

Dieser ist der jüngste Teil, die ersten Gräber sind aus den Siebzigern, und wirkt auch unfertiger, provisorischer als anderen. Das liegt wohl daran, daß er nicht wie diese allseits von Bäumen oder Hecken umschlossen ist, sondern zu umliegenden öden Wiesen und der dahinter aufragenden Wohnbebauung geöffnet ist.

Die Gräber sind sehr unterschiedlich. Es gibt bosnische Gräber mit kitschig realistischen eingravierten Porträts,

albanische Gräber in stilisierten Moscheeformen,

türkische Gräber mit türkischen Flaggen

und Gräber mit arabischen oder persischen Aufschriften wie folgendes irakische.

Manche Steine sind nur schwedisch, manche zweisprachig, manche nur in anderen Sprachen beschriftet. Manchen fehlt jeder Hinweis auf Religiöses, manche haben Hinweise auf die erste Sure des Korans الفاتحة/fatiha.

Was hier auffällt, ist, daß es so etwas wie das typische muslimische Grab nicht gibt. Wie auch? Auch ein christliches Grab sieht in Schweden schließlich anders aus als in Deutschland und dort wieder anders als in Polen oder Italien. Bestattungskultur ist regional, bestenfalls national. Religion ist dabei zweitrangig. So sehen die bosnischen Gräber in Malmö den serbischen in Wien sehr ähnlich und deuten auf gesamtjugoslawische Moden hin. Diese Vielfalt hat etwas Beruhigendes. Und sie ist bedroht.

Denn der Friedhof hat auch eine Ecke, wo nur einfache niedrige Holzschilder im Boden stecken oder sogar nur Plastikschilder mit Nummern.

Dort liegen die Extremisten sunnitischer Couleur, die Wahhabiten von der arabischen Halbinsel und die Deobandis vom indischen Subkontinent, denen schon Namen auf Gräbern der Anfang von Heiligen- oder Götzenverehrung ist, die sie hassen. Einzig der schwedischen Ordentlichkeit verdankt es sich, daß man die Gräber überhaupt als solche erkennt. Auf dem Friedhof ist dieser Islam, der zurecht behauptet näher an den Ursprüngen zu sein und regionale Varianten ablehnt, glücklicherweise noch in der Minderheit. Lehrreich wäre ein Besuch dieses Friedhofs daher für all diejenigen, die in mal wohlwollendem, mal übelwollenden Rassismus denken, alle Muslime seien gleich und müßten irgendwelche religiöse Vorschriften beachten. Er zeigt die bedrohte Vielfalt des Islam.

Erkundungen auf Friedhöfen: Das Grab des Rabbis Samuel Aron Frommer

Manchmal wird von lebendiger Geschichte geredet. Das stimmt natürlich nie. Geschichte ist tot und alles, was Geschichte nacherlebbar machen will, ist eine, vielleicht gutgemeinte, Lüge. Aber manchmal steht man der Geschichte doch unvermittelter gegenüber als sonst. So am Grab des Rabbis Samuel Aron Frommer auf dem alten jüdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs.

FrommerGrab

Es ist ein großes Grab, aber nicht auffällig groß. Eine freistehende Gruft mit leicht orientalisierenden Pilastern und Tempeldach. Oben zu drei Seiten in hebräischer Schrift der Name und die chassidischen Ehrentitel des Rabbis. Innen ein schmaler Raum und an seinem Ende ein großer, aber schlichter weißer Stein mit hebräischer Inschrift.

FrommerGrabstein

Nirgends ein lateinisches Wort. Das ist auf dem Wiener Zentralfriedhof, wo meist zweisprachige oder deutsche Inschriften sind, nicht häufig, aber auch nicht einmalig. So könnte man also weitergehen, sicher, daß das Grab einem nichts sagen kann, weil man kein Hebräisch kann. Das wäre aber ein Fehler. Stattdessen trete man ein.

Auf den Sockel des Grabsteins wurde etwas geschrieben, Kritzeleien, meint man, Schändungen gar, Zeichen der Verwahrlosung. Und auch zwischen den Zeilen oben etwas, ein Herz mit Datum. Dann das plötzliche Erkennen: das Schwarze auf dem weißen Stein ist kein Dreck, es ist sind Buchstaben. Der Grabstein des Rabbis Samuel Aron Frommer ist über und über mit Worten bedeckt. Und nicht irgendwelche Worte:

„Lieber Rabi bitt beim lieben Gott für mein Weibi u. für mich Dora, Sigi, Pepi, Franzi / Er soll uns nicht verlassen / Poldy u. Leon 7/VIII 1938“

„Lass bald Frieden für uns Juden kommen […]“

FrommerFrieden

„Hilf mir, daß ich nach Palästina kann […]“

FrommerPalästina

„Lieber guter Rabbi, heute ist es 18 Monate das Feitil [?] im K.-Z. ist. Hilf uns doch endlich, heiliger Rabbi! 22.9.39“

FrommerKZ

Alle, alle diese Inschriften sind Fürbitten an den toten Rabbi Frommer, flehende, immer verzweifelter werdende Wünsche. Sie erzählen mitten auf dem Friedhof so direkt und eindrucksvoll vom vergangenen jüdischen Leben wie kaum etwas anderes, was man im öffentlichen Raum finden kann.

Auch hier lebt die Geschichte nicht, aber sie ist unvermittelt, ungefiltert, vor einem. Die Worte eines der wenigen verbliebenen Zeitzeugen können faszinierend sein, aber er spricht sie als die Person, die er heute ist, nicht als die Person, die er vor 75 Jahren war. Die Worte eines zeitgenössischen Berichts können faszinierend sein, aber sie sind bloß wie beliebige andere Worte auf Papier gedruckt. Das einzig Vergleichbare wäre es, einen handschriftlichen Brief aus der Zeit in der Hand zu halten und wer hat dazu schon Gelegenheit? Hier aber kann man lesen, was Wiener Juden in eigenen Worten und in eigener Handschrift niederschrieben.

Rabbi Frommer starb laut dem Grabstein am 23. Sivan 5691, also am 8. Juni 1931, und das erste noch zu lesende Datum auf dem Stein ist 1936. Auch aus den Fünfzigern sind einige Inschriften und vereinzelte aus noch späterer Zeit. Wie man daran sieht, ist das Beten am Grab von herausragenden Rabbis, den Zaddiks, eine übliche Praxis der ostjüdischen Chassidim. Unkontrovers allerdings ist es nicht und mußte auch erst einmal mit allerlei theologischen Spitzfindigkeiten vom Anbeten der Toten unterschieden werden, denn das wäre streng verboten. Joseph Roth beschriebt 1927 in „Juden auf Wanderschaft“ den chassidische Kult um einzelne Rabbis so:

„Sehr deutlich ist die Trennung zwischen sogenannten aufgeklärten Juden und den Kabbalagläubigen, den Anhängern der einzelnen Wunderrabbis, von denen jeder seine bestimmte Chassidimgruppe hatte. Die aufgeklärten Juden sind nicht etwa ungläubige Juden. Sie verwerfen nur jeden Mystizismus und ihr fester Glaube an die Wunder, die in der Bibel erzählt werden, kann nicht erschüttert werden durch die Ungläubigkeit, mit der sie den Wundern der gegenwärtigen Rabbis gegenüberstehn. Für die Chassidim ist der Wunderrabbi der Mittler zwischen Mensch und Gott. Die „aufgeklärten“ Juden bedürfen keines Mittlers. Ja, sie betrachten es als Sünde, an eine irdische Macht zu glauben, die imstande wäre, Gottes Ratschlüssen vorzugreifen, und sie sind selbst ihre eigenen Fürsprecher. Dennoch können sich viele Juden, auch, wenn sie keine Chassidim sind, der wunderbaren Atmosphäre, die um einen Rabbi weht, nicht entziehen und ungläubige Juden und selbst christliche Bauern begeben sich in schwierigen Lagen zum Rabbi, um Trost und Hilfe zu finden.“

Wie das Grab des Rabbis Frommer zeigt, nahm die übliche Praxis in der Zeit der größten Bedrängnis der Juden stark zu. Nach dem Anschluß Österreichs an Deutschland, nach der Einführung judenfeindlicher Gesetze und den ersten Pogromen, stieg verständlicherweise das Bedürfnis, den Rabbi um Hilfe zu bitten. Die allermeisten Inschriften sind aus den Jahren 1938 und 1939. Außer den deutschen Inschriften sind auch jiddische in hebräischen Buchstaben und ukrainische in kyrillischen Buchstaben zu lesen, eine von diesen gar vom „9/VI 43“.

Es waren offenkundig einfache Leute, die hier in einfachen, manchmal ungelenken Worten ihre Bitten aufschrieben und dadurch tiefe Einblicke in ihre Lebenssituation und ihre Welt gaben, genau die Leute, die in den Geschichtsbüchern kaum vorkommen. Sie schrieben es nicht, damit es gelesen werde, sie schrieben es für ihren „heiligen Rabbi“. Für sie war Frommers Grab ein Wallfahrtsort, den zu besuchen ihnen wohl leider so wenig brachte wie allgemein der Besuch von Wallfahrtsorten. Heute ist es ein Denkmal, zufällig, ungeplant, bloß weil diese Worte dort die Zeit überdauert haben. Es ist damit einer der faszinierendsten jüdischen Orte in Wien.

Informationen finden sich darüber wenigstens im Internet keine. Ein unkommentiertes Bild bei Flickr, eine Erwähnung in einem jiddischsprachigen Forum, der Hinweis, daß Samuel Arons Sohn Simon im Jahre 1907 in der türkisch-israelitischen Gemeinde Wiens heiratete, das ist alles. Wer Frommer war, woher er stammte, das läßt sich nicht mehr herausfinden. Dem steht die Verehrung gegenüber, die er laut der Inschriften bei seinen Anhängern genoß.

Man kann also nur spekulieren: Er war Oberhaupt einer chassidischen Dynastie, einer derjenigen, die Roth Wunderrabbis nennt. Er stammte aus dem Osten, aus Galizien, der Ukraine oder Litauen, war aber seit vor 1907 in Wien, vermutlich in der jüdisch geprägten Leopoldstadt. Während manche chassidische Dynastien die Vernichtung durch die Deutschen überstanden und in den USA oder Israel weiterbestehen, am bekanntesten wohl die Chabad, bleibt von der des Rabbis Samuel Aron Frommer offenbar nur dieses Grab. So erzählt es indirekt auch von der Vernichtung. Doch was das heißt, Vernichtung, wird man niemals lebendig nachempfinden können.

Erkundungen auf Friedhöfen: Zwangstaufen und Hoffnung

Politisch kann man am gegenwärtigen Polen leicht verzweifeln. Daß es keine Linke gibt, die diesen Namen verdient hat, muß kaum erwähnt werden, doch es gibt auch keine erwähnenswerte Partei, die sich zumindest links nennt. Die wichtigsten Parteien sind stattdessen die liberale PO, der politische Arm der Europäischen Union, und die rechte PiS, der politische Arm des polnischen Katholizismus. Da die PiS zu ihren reaktionären gesellschaftspolitischen Ansichten auch eine gemäßigt sozialstaatliche Politik betreibt, gewann sie in letzter Zeit alle Wahlen, zur großen Überraschung aller, die meinten, daß es Polen doch total super gehe, weil in den großen Städten einige Leute in outgesourcten Bürojobs arbeiten dürfen.

Der politische Diskurs ist noch etwas schlimmer, als diese Rahmenbedingungen erahnen ließen und das sieht man auch im städtischen Raum. So gibt es im Gdańsker Stadtteil Wrzeszcz eine große Straße namens Aleja Żołnierzy Wyklętych (Allee der verfemten Soldaten), an der sich ein diesen gewidmetes großes Wandbild befindet.

Mit der glorifizierenden jungen Bezeichnung żołnierzy wyklęci sind die Mitglieder reaktionärer Banden gemeint, die nach Kriegsende noch einige Zeit mordend durch ländliche Gegenden Polens zogen, weil sie nicht akzeptieren konnten, daß die Sowjetarmee ihr Land befreit hatte. So groß war ihr Haß auf Kommunisten und Juden, was ihnen ein und dasselbe war, daß sie ihren absurden Kampf in einer Zeit führten, in der die ganze Welt nur Friede und Wiederaufbau wollte. Entsprechend schnell wurden diese Banden von den polnischen Sicherheitsorgangen zerschlagen und ihre Führer hingerichtet.

Künstlerisch bewegt sich die Gestaltung auf niedrigem Niveau: aus einem grün-blauen Tarnmuster werden grün-blaue Wolfsformen im Wald, dazu Porträts der Banditen und das Gedicht „Wilki” (Wölfe) von Zbigniew Herbert.

Aber es ist das niedrige Niveau der allermeisten Streetart; diese hat statt der typischen liberalen Aussage eben eine rechtsradikale.

Um zu sehen, daß es auch ein anderes Polen gab, eines, daß die reaktionären Banden besiegte, um so gut es ging den Sozialismus aufzubauen, muß man heute schon auf einen Friedhof gehen. Der Friedhof Srebrzysko liegt gar nicht weit von der Straße mit dem Wandbild entfernt. Auch hier zeigt sich Polen als das sehr katholische Land, das es heute so stolz sein will. Überall die standardisierten Gräber mit den etwas aus der Erde ragenden Steinkästen, unter denen die Särge liegen, den Kreuzen und den Steinen, deren Inschriften mit Ś.p. (świętej pamięci, seligen Andenkens) beginnen. Auch hier muß man das andere Polen suchen.

Aber dann findet man sie, die Gräber ohne christliche Kreuze und mit andersartigen Inschriften. Direkt in der ersten Reihe rechts des zentralen Wegs, nur etwas höher am bewaldeten Hang, sind einige von ihnen, Ehrengräber verdienter Bürger der Stadt aus den Sechzigern. Ihre Gestaltung gleicht den üblichen Gräbern, aber sie stammen aus einem anderen Land, das es nie so ganz gab, für das die hier Begrabenen aber alles gaben.

Towarzysz, Genosse, nennen sich die Toten hier stolz, manchmal Tow. abgekürzt, und sie waren verdiente Funktionäre der Arbeiterbewegung, haben in Spanien gekämpft oder bei der Verteidigung von Hel und waren in der KPP (kommunistische Partei Polens in der Zwischenkriegszeit) und der PPR (illegale kommunistische Partei Polens zur Zeit der deutschen Besatzung) oder in den kommunistischen Parteien anderer Länder. „Cześć ich pamięci!“, Ehre ihrem Andenken, fordern sie noch immer trotzig. Das Zeichen dieser Menschen ist das vielleicht nicht schöne oder sozialistische, aber zumindest nicht religiöse Kreuz des Ordens Polonia Restituta (Orden der Widererrichtung Polens).

Der 1987 verstorbene Józef Szweda, schon nicht mehr towarzysz, hatte sogar den Order Budowniczych Polski Ludowej (Orden der Erbauer Volkspolens), die höchste Auszeichnung seines Landes.

Die meisten dieser Gräber werden noch gepflegt, protzige Grablichter, wie sie in Polen zu bestimmten Feiertagen in großen Menschen auf Friedhöfen abgeladen werden, stehen auch hier. Manchmal merkt man, daß den Nachkommen ihre kommunistischen Vorfahren peinlich sind. Im Falle von Władysław Ginko löste die Natur das Problem und das Grab der Ehefrau, mit Kreuz und Ś.p., konnte drohend schräg hinter das des armen towarzysz, der das immerhin nicht mehr erleben mußte, gesetzt werden.

In einem anderen Fall mußte bei Restaurierungen zensierend eingegriffen werden: auf das Grab von Leon Derdowski wurde ein christliches Kreuz gemalt, was einer posthumen Zwangstaufe oder einer Zwangs-letzten Ölung gleichkommt.

Aber auch so bedeuten die wenigen Gräber auf diesem Friedhof am Rande von Wrzeszcz und die von ihnen geweckte Erinnerung an die großartigen Frauen und Männer, die die PRL aufbauten, vor allem Hoffnung. Menschen ändern sich schnell. So unmöglich es heute scheint, daß in Polen – oder meinetwegen Saudi-Arabien – die Religion zurückgedrängt wird und der Sozialismus siegt, so schnell kann das unter den richtigen Bedingungen geschehen. Wie Ronald M. Schernikau sagte: „Das sind Angelegenheiten bloß eines Jahrhunderts“.

Hier einige der Menschen, die einst in besseren Wandbildern zu rühmen sind:

Gen.
Władysław Wołowiec
1895 – 1972
Verdienter Funktionär der Arbeiterbewegung
Ehre seinem Andenken

Gen. Andrzej Gruszecki gest. 26. XI. 1965
Gen. Anna Gruszecka gest. 13. VII. 1978
ehem. Funktionäre der KPP und der PPR
ausgezeichnet mit Offizierskreuzen [des Ordens Polonia Restituta]
Ehre ihrem Andenken

Leon Derdowski
geb. 30.VI. 1916
gest. 21.V. 1966
Verdienter Funktionär der Arbeiterbewegung, Teilnehmer der Kämpfe in Spanien 1936 – 1939
Ehre seinem Andenken

Hier ruht Genosse Władysław Ginko
geb. 19.II. 1904
gest. 5.II. 1969
Ehre seinem Andenken

Józef Szweda
28.02.1915 – 21.09.1987
Teilnehmer an der Verteidigung von Hel im Jahre 1939
Verdienter Funktionär der Arbeiterbewegung
Ehre seinem Andenken!

Hier ruht
Gen. Józef Zamojski
Teilnehmer der Internationalen Brigade in Spanien
geb. 26.IX. 1902
gest. 2.VII. 1959
ehemaliges Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs, der Kommunistischen Partei Spaniens, der PPR und der PZPR (Vereinigte Arbeiterpartei in der Volksrepublik Polen)
Ehre seinem Andenken