Archiv der Kategorie: Architektur

Die Pyramide über dem Fluß

Architektur, Städtebau, Umweltgestaltung sind immer voller Ungleichzeitigkeiten. Während in Deutschland begradigte Flüsse „renaturalisiert” werden, können sie in Rumänien immer noch grader und betonierter werden. So ist es mit dem Bahlui, dem Fluß von Iași. Begradigt war auch er schon lange. Trotz scheinbar geringer Größe fließt er in einem tiefen, stark kanalisierten Bett. Am Rande kann man ihn noch in einem älteren Zustand sehen, vielleicht weiden Kühe am Ufer oder dösen im Schlamm, doch unterhalb des Stadtzentrums wurde das Ufer vor kurzem neu befestigt.

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Hier sind nun zuerst schräge Grasflächen, dann ein Weg im Gras und zuletzt schräge Betonflächen. Beidseits des zwischen einigen Biegungen schnurgeraden Laufs des Bahlui sind im zentralen Teil Gehwege, die zu klein sind, um Fußgängerboulevards zu sein, und Straßen, die ihrerseits zu klein sind, um die Umgebung des Flusses völlig unangenehm zu machen.

Es gibt einige Brücken, ältere und neuere, die zumeist sowohl dem Auto- als auch dem Fußgängerverkehr dienen. Die schönste Brücke von Iași aber ist eine Fußgängerbrücke, die wie eine Pyramide über dem Bahlui sitzt.

Es ist eine offene Pyramide, gebildet nur aus vier eckigen Betonstreben, die am Ufer beginnen und hoch über dem Wasser zusammentreffen. Genauer gesagt beginnen diese Stützen jeweils auf einer breiteren Betonstütze, die vom Beginn des betonierten Teils des Flußbetts gleich Mauern schräg zur Mitte ragen. Horizontale Streben spannen sich auf beiden Seiten zwischen zwei von ihnen und tragen die eigentliche Brücke, während dreieckige Lücken schon die Pyramidenseiten vorwegnehmen.

Zu dieser großen Betonform kommt ein filigranes gelbes Metallgeländer. Sein Handlauf ist ein Rohr, die Stützen bestehen jeweils aus zwei nach außen gewölbten Blechen, zwischen denen dünne horizontale Streben verlaufen. In der Mitte der Brücke ist eine schmale rechteckige Öffnung, um die das Geländer nunmehr nach innen gewölbt verläuft.

Diese Podul Trancu (Trancu-Brücke) ist nicht nur eine markante und einfache Form über dem Fluß, sowohl von weitem als auch von nahem betrachtet, und zum anderen ein absolut notwendiger Zweckbau, der weit entfernt von den nächsten Brücken einen Teil des Wohngebiets Podu Roș mit den Gebäuden der Technischen Universität verbinden. Sie ist auch ihrerseits ein Beispiel von Ungleichzeitigkeit, denn ihre Konstruktion aus unverkleidetem rohen Beton würde man in Deutschland wohl in die siebziger, vielleicht noch achtziger Jahre einordnen. Aber Rumänien ist ein anderes Land: sie ist von 2006. Vorher war an der Stelle seit 1932 nur ein hölzerner Steg.

Die Pyramidenform macht die Brücke zu einem beliebten Ort für die vielen Tauben von Iași, die auf der Schräge der Streben gut sitzen können. Nicht nur die jeweils sonnenbeschienene Seite von diesen sondern auch Geländer und Boden sind tagsüber Aufenthaltsort für die Tauben, während sie woanders nächtigen. Da auch die Neigung der Betonflächen am Ufer perfekt für Tauben geeignet ist, sieht man sie dort oft im Fluß baden. Immer sitzt auch eine Taube auf dem kleinen runden Stahlrohr, das aus der Spitze der Pyramide ragt. Ob dieses ursprünglich etwa für eine Fahne gedacht war, ist nicht mehr herauszufinden, aber so macht es immerhin wechselnde Tauben zum Wappentier dieses Übergangs über den Bahlui.

Eine weitere Funktion bekam die Brücke dadurch, daß an die Geländer der mittigen Öffnung Absperrgitter befestigt wurden, an denen nun Schlösser mit Namen und Daten hängen. So hassenswert die Tradition, gerade Schlösser, die für Eingesperrtsein und Zwang stehen, zu Symbolen von Beziehungen zu erklären, ist – an dieser Brücke, unter der Pyramide und in Gesellschaft von Tauben werden sogar sie beinahe schön und romantisch.

Ein einziges Problem gibt es mit der schönsten Brücke über den Bahlui: es ist nur eine einzige. Iași bräuchte jedoch noch weit mehr Brücken, um die vom Fluß getrennten Stadtbereiche zusammenzufügen. Nichts spräche dagegen, wenn sie genau wie diese aussähen, vielleicht mit verschiedenen Geländerfarben. Eine Pyramide über den Fluß also ist gut; besser wäre ein ganzes Gizeh.

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Barocke Klarheit

Die Hauger Kirche hat als Fassade eine riesige Wand mit unzähligen Heiligenskulpturen in Nischen, die man von nirgendwo gut sehen kann, weil man entweder zu nah oder zu fern ist.

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Die Neumünsterkirche hat eine von der Treppe bis zum Giebel wirkungsvoll gegliederte rote Sandsteinfassade mit wohlplazierten weißen Heiligenskulpturen, die die von der Antike übernommenen Formen in Wellen legt, ohne dabei viel mit dem eigentlichen Gebäude dahinter zu tun zu haben.

Und es gibt noch eine Fülle anderer barocker Kirchenfassaden in Würzburg. Doch es ist die Augustinerkirche, die zeigt, was Barock im besten Fall sein kann.

Im unteren Teil dorische Pilaster und vier hohe und schmale rundbögige Fenster, die als einzigen Schmuck blattgleich nach oben ausgebreitete Schlußsteine haben. Im oberen Teil korinthische Pilaster und in der Mitte ein weiteres rundbögiges Fenster mit zusätzlichem Schwung im darübergesetzten Sims, große Voluten an den Seiten und oben ein flacher Dreiecksgiebel, der sogar ungefähr dem Abschluß des Daches entspricht.

Und im Mittelpunkt von all dem im unteren Teil eine einzige rundbögige Nische, die etwas höher als die Fenster gesetzt ist, und in dieser auf einem Sockel die Skulptur eines einzigen Heiligen. Er predigt, die rechte Hand erhoben, in der linken ein offenes Buch. Über ihm an der Wand ein Kranz unbestimmter Pflanzen oder Strahlen, die seinen bärtigen Kopf noch mehr rahmen als der goldene Heiligenschein und nach oben über die Ränder der Nische hinauswachsen. Es ist wie eine Explosion, eine Welle, ein Schwall, der vom predigenden Heiligen ausgeht und von keinen Vorgaben der Architektur eingehemmt ist.

Alles ist hier, wie es sein muß. Die gesamte Fassade existiert nur für diese Skulptur und sie ist von so großer Klarheit, daß das genügt, daß das mehr, viel mehr ist als die anderen barocken Fassaden der Stadt mit ihren vielen Skulpturen. Die Skulptur zeigte ursprünglich einen Dominikus, da die Kirche 1744 für ein Dominikanerkloster errichtet worden war, und wurde später, als sie in den Besitz der Augustiner kam, zu einem Augustinus mit Herz in der erhobenen Hand umgearbeitet. Für die, die lesen konnten, kamen darunter noch die Worte: „S.P. Augustine ora pro nobis.“ (Heiliger Augustinus, bete für uns). Diese Umwidmung war nötig, da die Fassade anders als bei den anderen Kirchen schon genau sagt, was einen im Inneren erwartet.

Bleibt nur noch, durch das einfache Portal unter der Skulptur zu treten. Aber warum eigentlich?

Billig Einkaufen in Velké Meziříčí

Recht zentral in Velké Meziříčí steht ein großes neogotisches Gebäude. Roter Backstein, ein niedrigeres Satteldach vor einem höheren, Treppengiebel, Spitzbögen, an den langen Seiten und sogar vorne Strebepfeiler, der gegenwärtige Zustand nicht gut, nicht schlecht, sondern eben so, wie das bei einem unverputzten Backsteingebäude ohne größere Renovierungen oder Zerstörungen nach hundertfünfzig Jahren zu erwarten ist.

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Der erste Gedanke ist, daß es eine Kirche sein könnte, doch Kreuze sind nirgends zu sehen und über dem Eingang steht „Centrum levného nákupu“ (Zentrum des billigen Einkaufs). Eine Markthalle also? Dann erkennt man verblassende hebräische Buchstaben in zwei weißen Streifen an der Eingangsseite. Eine Synagoge also.

Die Reaktion könnte nun Empörung sein: „Ein Billigladen in einer ehemaligen Syngoge! Also in Deutschland gäbe es so was nicht!“ Und das stimmt. Nachdem Deutschland seine Juden und die ganz Europas vernichtet oder vertrieben hat und nachdem die meisten der Täter im hohen Alter eines natürlichen Todes gestorben sind, kümmert es sich ganz rührend um jedes noch so kleine Zeugnis jüdischer Geschichte. Die Empörung derjenigen, deren Eltern und Großeltern dafür gesorgt haben, daß auch in hier in der mährischen Provinz keine Synagoge mehr gebraucht wird, sollte man also ignorieren. Sie ist auch, wie so oft, fehl am Platz denn in Velké Meziříčí gibt es eine zweite Synagoge, in der eine gegenwärtig geschlossene Ausstellung zur jüdischen Geschichte der Stadt ist.

Diese ältere Synagoge steht sogar gleich links neben der neogotischen. Vom Fluß aus betrachtet bilden sie ein harmonisches Ensemble, zu dem je nach Perspektive noch der hohe Kirchturm am Marktplatz hinzutritt.

Von der Straße aber ist sie so weit zurückgesetzt und hinter zwei Gebäuden versteckt, daß man sie leicht übersehen kann.

Egal jedoch, wo die Synagoge stünde, sie wäre nicht auffällig, da sie, wie bei derlei Gebäuden üblich, von einer großer Einfachheit ist.

Mit ihren tief in die weißgetünchten Mauern des unteren Teils einschneidenden spitzbögigen Fenstern wirkt sie gotisch, stammt aber aus weit späterer Zeit, dem späten 17. Jahrhundert.

Genausowenig wie das Gebäude lassen sich die filigranen Formen des steinernen Portals in enge Vorstellungen von Renaissance oder Barock einordnen.

Sonst gibt es keinerlei Schmuck. Links führt eine kleine Gasse um die Synagoge, deren Ecke wie die zweier Nebengebäude abgeflacht ist, um etwas mehr Platz zu schaffen. Hier ist noch die Enge des zwischen Straße und Fluß eingezwängten jüdischen Viertels von Velké Meziříčí zu spüren.

Die neue Synagoge, groß und sichtbar an der Straße, war damit ein Symbol des Hervortretens aus dem Ghetto und des neuen Selbstbewußtseins.

Es ist eine Tragik der jüdischen Emanzipation, daß die neuen großen Synagogen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden und deshalb zur historistischen Architektur dieser Zeit gehören. Auch die 1870 erbaute neue Synagoge von Velké Meziříčí ist architektonisch letztlich wertlos. Selten und ungewöhnlich ist jedoch, daß sie neogotische Formen hat. Üblicherweise sind Synagogenbauten dieser Zeit bestenfalls irgendwie neoklassizistisch und schlimmstenfalls orientalisierend. Innerhalb der engen Grenzen des Historismus war eine neogotische Synagoge ein klarer Bruch mit den Konventionen. Eine Synagoge in diesem Stil, der sonst Kirchen vorbehalten war, zu errichten, kann gar als progressiver Akt gelten, der aussagte, daß Juden zu Europa und nicht irgendwo in den Orient gehören. Angesichts der alten gotisch geprägten Synagoge nebenan wäre alles andere auch recht pervers gewesen. Das macht das Gebäude nicht gelungener, bloß interessanter, es sieht eben aus, wie anderswo, wenn auch eher weiter nördlich, Kirchen aussehen. Gerade das Nebeneinander von Alt und Neu erzählt viel über die jüdische Geschichte nicht nur der Stadt.

Es ist erfreulich, daß auch die neue Synagoge trotz allen Bemühungen der Deutschen noch in so leidlichem Zustand ist, wozu beiträgt, daß das Gebäude immerhin irgendwie genutzt wird. Die den Gegebenheiten, das heißt der kapitalistischen Restauration nach 1989, geschuldete Verbindung von Synagoge und billigem Einkauf ist nun ihr neuestes Kapitel. Das Geschäft wird, wie man, wenn man Tschechien kennt, sofort weiß, von Vietnamesen betrieben, hier unterstützt von mißtrauischen älteren Tschechinnen. Im niedrigen unteren Geschoß gibt es Kleidung aller Art und durchweg unbekannter Marken. Nur im Eingang sieht man noch die hölzerne Kassettendecke und an den Seiten die eisernen Säulen der Frauengalerie der Synagoge.

Dazwischen wurde eine neue Decke auf eigenen Stützen eingebaut.

Im Obergeschoß erstrecken sich Regale mit Kleinelektronik, Schuhen, Spielsachen, Geschirr und so ziemlich allem anderen, was man sich wünschen kann, unter dem hohen und spitzen hölzernen Tonnengewölbe des Synagogendachs, dessen mit Schnitzereien und Farben verzierten seitliche Balken und Träger seit der Entstehungszeit kaum verändert wirken.

Wenn durch das große runde Fenster am Ende des Raums Licht hereinfällt, kann man seine billigen Einkäufe in unverkennbar sakraler Atmosphäre erledigen (hier ein älteres Bild).

Man merkt so, daß auch die tatsächlichen Markthallen des späten 19. Jahrhunderts letztlich säkulare Kirchen waren.

Bis auf den Ort ist dieses Centrum levného nákupu ein recht typischer vietnamesischer Laden in Tschechien. Dafür sind die Vietnamesen eben da, das ist ihre Rolle, ihre Nische. Sie haben Ramsch- und Kleiderläden, aber auch kleine Lebensmittelläden in großen wie kleineren Städten, die auch dann geöffnet sind, wenn alles sonst geschlossen hat. Sie sind vielleicht nicht beliebt, aber auch nicht so verhaßt wie die indigene Minderheit der Roma; sie sind geduldet und werden gebraucht. Genau dieselbe Rolle hatten vor hundert Jahren in vielen kleineren Städten die Juden. Damals ging man für billige Einkäufe zum Juden, heute zum Vietnamesen (oder umgangssprachlich „k číňánům“, zu den Chinesen). Damit enden die Parallelen selbstverständlich auch schon und weder „die Juden“ damals noch „die Vietnamesen“ heute betrieben und betreiben alle Kramläden. Doch es entbehrt nicht einer traurigen Ironie, wenn heute der Sakralbau einer vernichteten Minderheit von einer völlig anderen Minderheit, die mit ersterer Vernichtung nichts zu tun hat und wohl auch nur schwer einen Bezug zu ihr haben kann, zu kommerziellen Zwecken genutzt wird. Vielleicht ist solch ein Neben- und Nacheinander nicht weniger wert als ein Museum.

Eine Treppe in Lębork

Manche Städte sind für ihre Treppen berühmt, Odessa etwa oder Rom, aber Lębork gehört nicht zu ihnen und warum auch? Man kann Lębork besuchen, ohne auch nur zu merken, daß es an einem Hügel liegt, genauso wie man seinen Fluß Łeba übersehen kann. Nicht anders ist es mit seiner Treppe. Sie ist nicht berühmt, aber sie zeigt, was für nützliche und schöne Orte wohlgestaltete Treppen sein können.

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Der Nutzen ist offenkundig: sie führt den recht steilen Hang zwischen Wita Stwosza (Wit-Stwosz-Straße) und Władysława Syrokomli (Władysław-Syrokomla-Straße)  hinauf. Während unten die Altstadt nah ist, endet Lębork oben bald mit einigen vorstädtischen Straßen. Daß das letzte Haus rechts am Fuße der Treppe ein Nazibau ist, würde man vielleicht nicht beachten, wenn es nicht zum Backstein und zum hohen Satteldach noch einen grausteinernen Eingang, über dem „H.H. 1938“ steht, hätte. So verführt es dazu, der Treppe mehr antifaschistische Bedeutung beizumessen als eigentlich nötig, denn nützlich und schön zu sein genügt ja.

Die Schönheit besteht darin, wie sie eine mächtige Buche, die auf halber Höhe des Hangs wächst, in sich aufnimmt.

Sie macht dafür keine Kompromisse, sondern führt schnurgerade nach oben und links am grauen Stamm vorbei. Doch unterhalb und oberhalb des Baums führen kurze Treppen und Flächen nach rechts und jenseits von ihm eine verbindende Treppe nach oben.

Die Buche und ein großzügig bemessener Teil ihrer Umgebung sind so in ein von der Treppe umgebendes Beet gesetzt. Sie sind in der Treppe aufgehoben. Die Natur bekommt innerhalb des Menschengemachten einen Ehrenplatz und wird erst dadurch schön. Entsprechend sind in den Rändern dieses Beets Bänke, damit man dort im Schatten des Baums verweilen kann. Man ist hier mitten in der Treppe, kann in die Blätter über sich oder zurück auf die Backsteintürme der Altstadt blicken.

Oder man kann die Treppe selbst bewundern, ihren ausgewogenen Wechseln zwischen Stufen und ebenen Flächen oder ihr Geländer aus runden Stahlelementen. Auf den grünen Pfosten ist oben ein gelber Handlauf und in der Mitte leicht vorgesetzt eine zweite horizontale Stange in Gelb.

Doch die ist keine Dekoration, auch keine Absperrung, sondern ein zweiter Handlauf für Kinder. Es ist gleichsam, als wollten die Erbauer der Treppe damit jegliche Zweifel an ihrer Brillanz ausräumen. Während die Sitzmöglichkeiten auf halber Höhe der Treppe besonders alten Menschen nützen, dient der zweite Handlauf den Kindern.

Berühmt muß Lębork für diese seine Treppe nicht sein, Berühmtheit ist ohnedies kein Wert für sich, aber lernen kann man von ihr so viel wie von ihren Schwestern in Rom oder Odessa.

Philips

Eindhoven ist die Stadt von Philips. Man merkt das sehr bald, auch wenn man es vorher nicht wußte. Eine Statue von Anton Philips, der die Firma nicht gründete, aber aufbaute, steht vor dem Bahnhof, eine seines langjährigen Nachfolgers Frits Philips auf dem Markt. Im ältesten Fabrikgebäude ist das Philips Museum. Ein Stadtteil heißt Philipsdorp (Philipsdorf). Daß die Spielstätte des Fußballvereins PSV Eindhoven Philips Stadion heißt und eine Mischung aus dem Philips-Stern und einem Fußball als Logo hat, ist hier kein traditionsfernes Sponsoring à la Commerzbank Arena, sondern selbstverständlich, schließt steht PSV für: Philips Sport Vereniging (Philips Sportvereinigung).

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Auch mit fast jedem anderen Gebäude der Stadt hat Philips auf die eine oder andere Weise zu tun.

Das markanteste Philips-Gebäude im Zentrum ist der Lichttoren (Lichtturm), ein mächtiger sechsgeschossiger Eckbau aus weißgetünchtem Beton. Die Ecke ist durch drei schräge Flächen deutlich abgerundet und auf ihrem Dach sind zurückgesetzt vier weitere Geschosse, die die Form eines spitzen Vielecks haben, der eigentliche Lichttoren. Krönend darauf ist heute der langweilige und doch einprägsame blaue Philips-Schriftzug.

Der Lichttoren ist in weiten Teilen einfach ein funktionales Fabrikgebäude, das auf fünf Geschossen große rechteckige Fensterflächen zwischen den horizontalen und vertikalen Betonstreben und im niedrigeren fünften Geschoß regelmäßige kleinere Fenster zwischen schmalen vertikalen Streben hat. Während dort Fertigungsräume waren, saßen im Aufbau an der Ecke Testlabors, weshalb dort ständig Licht brannte. Doch zu dieser schmucklosen Funktionalität kommen beidseits der Eckrundung und in regelmäßigen Abständen an den Seiten weit vorgesetzte Pfeiler mit vertikal eingefurchten Linien. Unterhalb des Dachs verläuft ein Band aus mehreren erhabenen horizontalen Streifen, das um die Abschlüsse der Pfeiler weit vorsteht.

Das ist eine expressive Art-Déco-Ornamentik, die dem Gebäude eine Monumentalität zu geben versucht, die es als das höchste und größte Umgebung der Umgebung, ja, des gesamten Stadtzentrums, gar nicht gebraucht hätte. Am Abschluß der rechten Gebäudeseite ist der Pfeiler noch anders ausgeführt. Hier endet er in einer Art Türmchen mit spitzem Dach.

Auch die Fenster der hier angrenzenden Gebäudeteile sind kleiner und vertikaler und das Dach steht mit historisierendem Kranzgesims über. Offenkundig ist dies noch eine ältere Planung, die in die Zeit vor dem ersten Weltkrieg, also recht eigentlich ins 19. Jahrhundert, gehört.

Sich von ihr zu lösen und stattdessen in einem minimalistischen Art Déco weiterzubauen, war die vielleicht wichtigste architektonische Entscheidung, die Philips je traf. Statt einem biederen historistischen Bau bekam Eindhoven ein modernes Hochhaus. Denn der Lichttoren ist für seine Zeit und seinen Ort nicht weniger als ein Hochhaus und dadurch für die Stadt weit wichtiger als all die neobacksteingotischen Kirchen.

Ansonsten war Philips selten an erster Stelle, wenn es darum ging, architektonische Neuerungen aufzugreifen. Das ist ein Unterschied etwa zum tschechoslowakischen Baťa, das Zlín so sehr prägte, ja, schuf, wie Philips Eindhoven, aber moderne Architektur geradezu zum Teil seiner Corporate Identity machte. Der Stadtteil Philipsdorp etwa, der sich bald hinter dem innenstädtischen Fabrikgelände bis zu den weiteren Philipsanlagen in Strijp-S erstreckt, besteht ganz aus zweigeschossigen backsteinernen Reihenhäusern in unaufwendigen historistischen Formen, wie sie das Bild aller niederländischen  Städte prägen. Was vor, was nach dem ersten Weltkrieg entstand, ist hier nicht zu erkennen und unwichtig.

Strijp-S ist dann eine wahre Fabrikstadt und das eigentliche Herz von Philips. Es war damit auch eine Stadt in der Stadt, die nur den Arbeitern und Angestellten von Philips zugänglich war. Heute werden seine hohen weißen Fabrikgebäude, Varianten der Gebäude des Lichttoren, zu Wohnungen und Ateliers umgebaut.

Abseits von Strijp-S, jenseits der Bahnstrecke, ragt das einzige noch immer von Philips genutzte Gebäude auf, ein kompliziert aufgestütztes und aufgehängtes Hochhaus von 1964. Heute steht es allein und recht verloren, aber früher war es nur ein Teil weiterer ausgedehnter Philips-Büroanlagen aus derselben Zeit, von denen keine Spur mehr zu finden ist.

Anderswo am Stadtrand steht das evoluon. Als riesige Diskusform, die freischwebend auf einem runden Sockel aus V-Stützen und Glas ruht, war es als neues Symbol der Stadt bestimmt und ist es in gewissem Maße noch heute, obwohl andere Gebäude darauf ebensoviel Anspruch erheben könnte.

Erbauer war im Jahre 1966 selbstverständlich die Firma Philips, die damit zu ihrem 75-jährigen Bestehen ihre Modernität und ihren weltumspannenden Anspruch symbolisieren wollte. Rechts ist der große Eingangsbau, teils mit einem Dach, dessen quadratischen Teile mal höher, mal niedriger gesetzt sind, und von ihm führt ein verglaster Gang zur ufoförmigen Halle. Links ist ein zweiter Eingangsbau, auch aus Beton und in kubischen Formen, aber neuer und deutlich banaler wirkend. Daneben steht ein eigentümlicher Schornstein oder Turm, der durch beidseits horizontal herausragende Elemente an maritime Denkmale wie das für Tegetthoff in Wien oder aber indianische Totempfähle erinnert.

Insgesamt ist das evoluon-Gelände heute eigenartig isoliert, abgesperrt, zwar zugänglich, aber nicht einladend.

Und so geht es weiter. Wohin man auch blickt in Eindhoven, da ist auf die eine oder andere Weise Philips. Das Denkmal für das erste Telefongespräch mit Niederländisch-Ostindien in den Dreißigern – mehr Philips als der damaligen Königin gewidmet. Die Sternwarte – benannt nach Anton Philips. Es reicht bis zu der allgegenwärtigen Glühbirnensymbolik.

Wenn im Kneipenviertel am Stratumseind irgendwo eine Leuchtreklame mit dem vertrauten blau-weißen Philipslogo hängt, weiß man nicht genau, ob das noch Überbleibsel eines alten Elektronikgeschäfts oder schon hippes Zitat ist.

Denn vielleicht stimmt es nicht ganz, daß Eindhoven die Stadt von Philips ist, vielleicht muß man eher sagen: Eindhoven war die Stadt von Philips. Produziert wird anderswo, geplant, verwaltet, entworfen größtenteils auch. Philips ist, damit wieder Baťa in Zlín verwandt, in Eindhoven eher Folklore, Erinnerung an eine gar nicht ferne industrielle Vergangenheit, als realer wirtschaftlicher Faktor. Doch wie dem auch sei, übersehen kann man Philips in Eindhoven nicht, auch wenn man an niederländischer Industriegeschichte keinerlei Interesse hat.

Der polytechnische Drache

Der 1904 errichtete historistische Backsteinklotz des Politechnika Gdańska (Gdańsker Polytechnikums) hat vielerlei Ornamentik, darunter auch figurale. Wie typisch, letztlich unvermeidlich bei solch einem Gebäude ist diese praktisch unsichtbar, da sie entweder viel zu hoch angebracht ist oder, wie etwa diese zwei Eidechsen um ein Schild, kaum von den grauen Steinblöcken der Ecke zu unterscheiden ist.

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An einem unscheinbaren Nebengebäude aber ist alles anders. Mit rotem Backstein, gelblichem Putz und hohem Satteldach über zwei Geschossen verschwimmt es gleichsam mit der übrigen historistischen Bebauung des Areals.

Erst, wenn man es näher betrachtet, merkt man, daß hier etwas Jugendstil vorsichtig ins preußische Neo-Einerlei hineinbricht. An der Vorderseite ist der Eingang zwar in der Mitte, aber die von im ausgehenden schmalen Vorbauten konzentrieren sich deutlich auf den rechten Teil der Fassade, während links nur unten die abfallende Schräge einer Treppenüberdachung ist. Im rundbögigen Eingang selbst ist grüngestrichenes Holz und ein Gitter mit ornamentalen vertikalen Wellenlinien, die auch in Wien zur selben Zeit noch halbwegs à la mode gewesen wären.

Es ist gegliedert in einen schmalen Teil links, die Tür rechts und das halbkreisförmige Feld im Bogen. In letzterem sind nicht in der Mitte, sondern deutlich links ein stilisiertes Zahnrad und eine lodernde Sonne. Vor den Schrägen des Satteldachs sind ornamentale Bordüren, die in stilisierten Drachenköpfen enden und so an skandinavische Stabkirchen erinnern.

All das bildet nur den Rahmen für ein Kunstwerk, das im linken Teil der Fassade in einem horizontalen Feld unterhalb des Dachansatzes ist. Als flaches Relief im Putz zeigt es einen Arbeiter, der nach links Kohlen in das Maul eines Drachen schaufelt.

Der Arbeiter, hochgekrempeltes offenes Hemd, Schnurbart, Mütze, steht weit nach links gelehnt, das eine Bein angewinkelt, das andere nach rechts, nach hinten ausgestreckt, um sich in der Ecke der Fläche, fast am Backstein des Eingangstrakts, zu stützen und streckt die Schaufel gerade in Richtung des Drachenmauls. Zwischen beiden Figuren liegt ein Haufen Kohle. Der Drache, dünner Körper, großer Kopf, Schwimmhäute zwischen den Klauen, öffnet das Maul bereitwillig, aber Strahlen über seiner Nase lassen die Hitze, der der schaufelnde Arbeiter ausgesetzt ist, deutlich werden. Die Hinterbeine des Drachen sind zur Gebäudeecke hin ausgestreckt und mit den Krallen der linken, oberen hält er sich genau an dieser fest. Sein dicker geringelter Schwanz befindet sich dann ganz auf der linken Gebäudeseite, wo das Feld des Kunstwerks sich als breites verputztes Band fortsetzt.

Das Band verläuft um das ganze Gebäude, enthält aber keine weiteren Reliefs. Obwohl schwer zu sagen ist, ob da früher mehr war, trägt gerade diese Vereinzelung zur Wirkung des Kunstwerks bei. Es ist nicht eines von vielen, sondern ganz für sich. Es ist nicht ein Ornament unter anderen, sondern bekommt vom Gebäude einen prominenten Platz, eine Leinwand geboten. Das wäre noch nicht genug, wenn nicht auch das Motiv so überzeugend wäre. In der Verbindung des gänzlich Realistischen, des Arbeiters, mit dem gänzlich Phantastischen, dem Drachen, entsteht eine starke und überraschende Symbolik für die Dampfkraft, die zudem unmittelbar verständlich ist. Es ist Bild der beherrschten, aber doch auch immer noch gefährlichen Technik und der zu ihrem Betrieb nötigen Arbeit. Damit symbolisierte es die Tätigkeit des  für die technischen Anlagen der Hochschule verantwortlichen Chefingenieurs, für den das Gebäude ursprünglich als Wohnhaus errichtet worden war.

Anders als die leere und unsichtbare Ornamentik der anderen Gebäude des Politechnika ist dieses Relief ein wirkliches Kunstwerk. Wie es die Gegebenheiten des Gebäudes ausgreift, gehört schon ganz ins 20. Jahrhundert, während nebenan noch das 19. herrscht. Vielleicht es das der Interpretation zu viel, aber es ist doch nur zu passend, daß der Drache dem links davon stehenden historistischen Hauptgebäude den Hintern zeigt.

Ein Genius Loci?

Vysoké Mýto ist voller ungewöhnlicher Stadträume, in denen verschiedene Elemente auf überraschende Art aufeinandertreffen. Wenn man mit dem Zug in die Stadt kommt, bemerkt man den ersten von ihnen auch sofort. Denn während es aus der Ferne eine typische, allzutypische tschechische Kleinstadt ist, unterscheidet sich die hindurchführende Bahnstrecke deutlich von denen in vergleichbaren Städten: sie verläuft nicht nur mitten durch die Stadt, nein, sie verläuft auch eingleisig in der Mitte einer Straße, die ansonsten auch eine recht beliebige Vorortstraße sein könnte. An den Seiten Einfamilienhäuser aus der ersten Republik, auch eine Schule, zwei Fahrstreifen und in der Mitte das Gleis. Wenn ein Zug langsam und warnend tutend die Straße entlangfährt, wirkt das beinahe surreal. Es paßt gut, daß auch der Bahnhof Vysoké Mýto město (Stadt) fast nur nebenbei ein Bahnhof, in erster Linie aber ein Hotel ist.

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Nach dem am Bahnhof beginnenden Jugendstilteil der Generála Závady (General-Závada-Straße) kreuzt man den zweiten dieser Stadträume: eine mitten durch die Stadt führende Schnellstraße. Das ist leider nicht allzu ungewöhnlich, wird es aber dadurch, daß man es fast übersehen kann. Es ist erstaunlicherweise möglich, mit der direkt durch Vysoké Mýto laufenden Schnellstraße kaum Kontakt zu haben. Obwohl viele städtische Straßen sie kreuzen, gibt es nur wenige Kreuzungen. Die Jugendstilstraße und ihre Fortsetzung etwa sind an beiden Seiten der Schnellstraße abgesperrt und der Fußgänger muß immer nur eine Ampel überqueren.

An einer anderen Stelle verlaufen die Schnellstraße und eine städtische Straße lange parallel, ohne daß die Autos von einer auf die andere gelangen könnten. Die Schnellstraße ist mit anderen Worten so durch die Stadt geführt, als sei sie eine von den übrigen Straßen baulich abgehobene Autobahn mit Auf- und Abfahrten. Das ist eine verkehrs- und stadtplanerische Notlösung, aber eine sehr gute, zumal andernorts oft nicht einmal das Problem erkannt ist. In Vysoké Mýto könnten daher nur wenige großzügige Unterführungen oder Fußgängerbrücken sehr viel bewirken.

Ist schon dieser Stadtraum vom Sozialismus geschaffen, um vom Kapitalismus ererbte Probleme zu lösen, so sind die beiden folgenden ganz Schöpfungen des Sozialismus: zwei Wohngebiete, eines unterhalb und eines oberhalb der Altstadt. Das untere Wohngebiet beginnt nicht weit südlich des Parkrings, der an die Stelle der Stadtmauer trat, und der dort stehenden jugendstilbarocken Kirche, aber eben deutlich weiter unten. Es gibt in ihm nur zwei Gebäudetypen: ein sechsgeschossiges Punkthaus, bei dem über einem in rotbraunen Kacheln verkleideten Sockel die Fenster und Balkone rahmenartig vorgesetzt sind.

Und ein sechsgeschossiges längeres Gebäude, bei dem die Vordächer und die Balkone, die halb aus Gittern und halb aus Flächen bestehen, pro Gebäude verschiedene Farben haben und mit dem grauen Beton der Großplatten kontrastieren.

Drei Punkthäuser sind links am Hügel oberhalb einer großen und etwas leeren Wiese, über die man dafür zu einem k.k. Schulgebäude im Parkring blickt, angeordnet und zwei weitere schaffen rechts in einer Grünanlage eine Art Eingangssituation.

Links von dieser steht leicht schräg gesetzt das erste der langen Gebäuden. Die vier weiteren bilden in dessen Fortsetzung zwei zueinander versetzte parallele Reihen.

Eine denkbar simple Anordnung, doch in der Mitte verläuft der Blahovský potok (Blahovský-Bach). Um die Gebäude sind Grünflächen, Wäscheständer, Bänke, alles wie in so vielen anderen Wohngebieten, nur eben mit einem Bach in der Mitte.

Drei Brücken führen an wohlgewählten Stellen des Wohngebiet über den Bach, so daß er nie zum Hindernis wird.

Zur grünen Natur kommt der graue Beton, in dem die Gebäude noch farblich unterteilt sind: die ersten beiden rot, dann blau, grün und gelb. Dieses Sídliště U potoka (Wohngebiet Am Bach) zeigt in erstaunlicher Klarheit, wie einfach durch geschickte Ausnutzung landschaftlicher Gegebenheiten ein ungewöhnlicher Stadtraum geschaffen werden kann. Es kann ohne weiteres als Lehrbuchbeispiel dafür dienen.

Das obere Wohngebiet beginnt direkt hinter den Einfamilienhäusern nach den Bahngleisen und von einer Straße hat man einen perfekten Blick auf die nur etwas niedriger gelegene gotisch-neogotische Kirche in der Altstadt.

Dieser erste Teil jedoch hat nur wenige zu offenen Höfen angeordneten sechsgeschossige Wohngebäude, eine Kaufhalle und eine große Schulanlage. In der Mitte des Wohngebiets ist dann ein großes rechteckiges Getreidefeld. Sein weiterer Teil besteht aus der Straße V Peklovcích entlang der anderen Seite des Felds, wo links zweigeschossige Reihenhäuser und rechts lange sechsgeschossige Gebäude des aus dem unteren Wohngebiets bekannten Typs stehen.

Als sehr langes gerades Band, das zugleich den Abschluß der Stadt zu den umliegenden Feldern und Hügeln bildet, ziehen sich die Reihenhäuser einen Hügel hinauf und auf der anderen Seite wieder hinab, während die Gebäude zum umschlossenen Feld und zur Altstadt zeigen.

In der im Norden folgenden Biegung der Straße treten an die Stelle der Reihenhäuser einige typisierte Einfamilienhäuser, während die anderen Gebäude nach einem Punkthaus einen Grünbereich an der Nordseite des Felds umranden.

Anders als beim unteren Wohngebiet ist bei diesem nicht ganz klar, wieso es in dieser Form auf die Landschaft eingeht. Die Weite des Kornfelds ermöglicht zwar bessere Blicke aus vielen Wohnungen, aber zugleich verlängert es die Wege zur Altstadt deutlich. Hier waren es vielleicht andere als unmittelbar städtebauliche Erwägungen, die zur Erhaltung des Felds mitten im Wohngebiet führten. Oder war es der Genius Loci von Vysoké Mýto, der die Planer dazu bewog, diesen ungewöhnlichen Stadtraum zu schaffen? Die Bahnstrecke in der Vorortstraße, die Schnellstraße durch die Stadt, aber separiert von hier, das Wohngebiet um den Bach, verlangten sie, daß auch das obere Wohngebiet etwas Überraschendes in sich birgt? Vermutlich nicht, Zufall ist immer die beste Erklärung. Aber daß Vysoké Mýto seinen Genius Loci hat, das spürt man deutlich, sobald man sich auch den Teilen, die weder Pseudomittelalter noch Jugendstil sind, widmet.