Johannes von Nepomuk mit Blumen

An der Ecke Heiligenstädter Straße/Sickenberggasse im 19. Bezirk wird die hübsche, gleichsam ländliche Tradition gepflegt, dem dort stehenden Johannes von Nepomuk jeweils saisontypische Blumen oder Pflanzen in den Arm zu legen. Meist sind es künstliche, teilweise aber sogar echte Pflanzen.

JohannesVonNepomukLila

Die Skulptur scheint für diesen Schmuck wie gemacht, da ihr rechter Arm eine Lücke hat, die Forsythien oder anderes gut hält. Statt die Hand in etwas gespreizter Geste, die an Überraschung denken läßt, auf die Brust zu stützen, scheint dieser Johannes von Nepomuk sich nun leicht vorzubeugen und im Begriff zu sein, sowohl die Blumen in seinem rechten Arm als auch die Palmwedel und das Kruzifix in seinem linken Arm jemandem geben, schenken zu wollen.

JohannesVonNepomukForsythien

Bloß bleibt unklar, an wen er sich richten könnte. Zwar ist es, als seien die Gebäude der Umgebung um die Skulptur von 1709 oder 1710 herumgebaut. Sogar das Haus, vor dem sie steht, hat für sie eine ausgesparte Ecke.

JohannesVonNepomukHeiligenstädterStraße

Doch leider bringt das wenig, da sie genau schräg zur sehr nahen Straßenecke ausgerichtet ist. Man müßte auf der vielbefahrenen Heiligstädter Straße stehen, um sie von vorne zu sehen. So bleibt von diesem blumengeschmückten Heiligen bloß ein vager Eindruck von Freundlichkeit.

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